Zur Übersicht Medienmitteilungen

Teilrevision des Kantonalen Waldgesetzes geht in die Vernehmlassung - Neue Grundlagen für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald

2. Dezember 2011 – Medienmitteilung; Volkswirtschaftsdirektion

Die für den Wald massgebenden Rahmenbedingungen wandeln sich stetig. Die steigenden ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Ansprüche können zu Konfliktsituationen führen. Damit der Wald seine vielseitigen Funktionen auch in Zukunft erfüllen kann, will der Kanton Bern die gesetzlichen Grundlagen anpassen. Der Regierungsrat hat die Volkswirtschaftsdirektion ermächtigt, eine entsprechende Teilrevision des Kantonalen Waldgesetzes in die Vernehmlassung zu geben.

Der Wald ist sich stets wandelnden ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Er liefert den einheimischen, erneuerbaren Rohstoff Holz, ist Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, schützt vor Naturgefahren und dient der Bevölkerung zur Erholung. Die steigenden Ansprüche an den Wald können lokal zu Konflikten führen. Vor diesem Hintergrund will der Kanton das aus dem Jahre 1998 stammende Waldgesetz gezielt an die heutigen Bedürfnisse anpassen. Er orientiert sich dabei am Prinzip einer nachhaltigen Entwicklung und sieht eine funktionierende Waldwirtschaft als Garant dafür, dass der Berner Wald seine vielseitigen Funktionen auch in Zukunft zu Gunsten aller erfüllen kann.

Die Teilrevision des Kantonalen Waldgesetzes beinhaltet neben Anpassungen an das Bundesrecht sowie verbesserten Rahmenbedingungen für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer folgende drei Schwerpunkte:

  • Kantonaler Waldplan: Die seit 1998 eingeführten Regionalen Waldpläne haben sich bewährt. Es hat sich aber gezeigt, dass gesamtkantonale Vorgaben fehlen. Mit dem Kantonalen Waldplan sollen die Planungsgrundlagen vereinheitlicht und die Verfahren vereinfacht werden.
  • Mehrwertabschöpfung bei Waldrodungen: Die neu konzipierte Mehrwertabschöpfung setzt die Vorgaben der eidgenössischen Waldgesetzgebung besser um. Sie zielt darauf ab, den Rodungsdruck auf das Waldareal zu senken. Die abgeschöpften Mittel sollen von den Gemeinden erhoben und wieder dem Wald zugeführt werden.
  • Delegation von Ausgabenbefugnissen: Bei grossen Schadenereignissen sollen künftig die notwendigen Kredite für zeitlich dringende Massnahmen rascher und unbürokratischer bewilligt werden können. Dadurch können beschädigte wichtige Infrastrukturen wieder instand gestellt und Folgeschäden für den Wald verhindert werden.

Vernehmlassungsunterlagen

Zur Übersicht Medienmitteilungen