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Deutschsprachige Pädagogische Hochschule Kanton Bern lockert die Zulassungsbedingungen

30. August 2013 – Medienmitteilung; Regierungsrat

An der deutschsprachigen Pädagogischen Hochschule sollen die Zulassungsvoraussetzungen für die Studiengänge der Vorschulstufe und Primarstufe sowie der Sekundarstufe I den zukünftigen bundesrechtlichen Vorgaben angepasst werden. Gleichzeitig sind auch eine Lockerung der Zulassung für den Studiengang Schulische Heilpädagogik sowie Änderungen im Personalrecht aller drei Berner Hochschulen vorgesehen. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat die Erziehungsdirektion ermächtigt, eine entsprechende Revision des Gesetzes über die deutschsprachige Pädagogische Hochschule (PHG) bis am 2. Dezember 2013 in die Vernehmlassung zu schicken.

Auf den 1. Januar 2015 tritt voraussichtlich das schweizerische Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz (HFGK) in Kraft. Dieses macht einige zwingende Vorgaben für die Zulassung zur ersten Studienstufe der Pädagogischen Hochschulen. Die kantonalen Zulassungsbedingungen müssen diesen Vorgaben angepasst werden. Weil es in der Schulischen Heilpädagogik zu wenige Fachkräfte gibt, drängt sich zudem eine Lockerung der Zulassungsbedingungen für den entsprechenden Studiengang an der deutschsprachigen Pädagogischen Hochschule auf. Weiterer Änderungsbedarf besteht im Personalrecht der Hochschulen, weil das allgemeine bernische Personalrecht für die in Lehre und Forschung tätigen Mitarbeitenden teilweise nicht umsetzbar ist.

Vorschulstufen- und Primarlehrerausbildung ist neu auch mit Fachmaturität Pädagogik möglich

Die Vorlage übernimmt für die Zulassung zu den Studiengängen Vorschulstufe und Primarstufe sowie Sekundarstufe I direkt die bundesrechtlichen Vorgaben. Wie bis anhin wird grundsätzlich eine gymnasiale Maturität vorausgesetzt. Inhaberinnen und Inhaber einer Berufsmaturität werden wie bisher unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls zugelassen. Für die Vorschulstufen- und Primarlehrerausbildung sind hingegen neu ausdrücklich auch Absolventinnen und Absolventen einer Fachmaturität pädagogischer Ausrichtung zugelassen. Die Hochschulen können zudem die Zulassung zu allen Studiengängen der Vorschulstufe und Primarstufe sowie der Sekundarstufe I aufgrund einer gleichwertigen Vorbildung vorsehen.

Lockerung der Zulassungsbedingungen bei der Schulischen Heilpädagogik

Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang Schulische Heilpädagogik war im Kanton Bern bisher ein Lehrdiplom für Regelklassen. Die Vorlage übernimmt nun die Minimalvorgaben des entsprechenden Reglements der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren. Damit gewährt sie neu auch Inhaberinnen und Inhabern eines Diploms in Logopädie oder Psychomotorik (mindestens auf Bachelorstufe) oder eines Bachelorabschlusses in einem verwandten Studienbereich wie Erziehungswissenschaften, Sozialpädagogik, Sonderpädagogik, Psychologie oder Ergotherapie, Zugang zum Studium.

Sonderregelungen im Personalrecht

Die Vorlage soll dem Regierungsrat weiter die Kompetenz einräumen, im Personalrecht der PH Bern, der Universität Bern sowie der Berner Fachhochschule für die in Forschung und Lehre tätigen Mitarbeitenden Sonderregelungen bei der Abgeltung von Ferien- und Zeitguthaben sowie bei den Langzeitkonti vorzusehen.

Mediendokumentation

Vernehmlassung

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