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Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im April 2016 Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit

10. Mai 2016 – Medienmitteilung; Volkswirtschaftsdirektion

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern sank im April 2016 um 572 auf 15‘370 Personen. Die Arbeitslosenquote ging von 2,9 auf 2,8 Prozent zurück (Schweiz: von 3,6 auf 3,5 Prozent). Der Rückgang ist vor allem auf den erhöhten Personalbedarf im Bausektor zurückzuführen. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte ist die Arbeitslosigkeit stabil geblieben.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im April ist von saisonalen Effekten geprägt: Im Baugewerbe führte die zunehmende Nachfrage zu einem starken Rückgang der arbeitslosen Personen. Im Gastgewerbe hingegen stieg die Zahl der Arbeitslosen aufgrund der touristischen Zwischensaison an. Alle übrigen Branchen wiesen stabile oder leicht rückläufige Arbeitslosenzahlen auf.

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote betrug gemäss Modellberechnungen des beco Berner Wirtschaft 2,8 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Infokasten).

Die Arbeitslosigkeit ging in 7 von 10 Verwaltungskreisen zurück. In den Verwaltungskreisen Interlaken-Oberhasli, Frutigen-Niedersimmental und Obersimmental-Saanen stieg die Arbeitslosigkeit leicht an, was auf den saisonalen Nachfragerückgang im Tourismus zurückzuführen ist. Die Spannweite der Arbeitslosenquote geht von 1,9 Prozent (Frutigen-Niedersimmental) bis 4,9 Prozent (Biel/Bienne).

Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15- bis 24-Jährige) sank die Arbeitslosigkeit um 108 auf 2‘017 Personen.

Verglichen mit dem April 2015 sind 1‘626 Personen mehr arbeitslos.

Vorwiegend aus der Industrie trafen 72 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 720 Beschäftigte (März: 69 Gesuche, 958 Beschäftigte).

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

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