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Umsetzung der Energiestrategie Strengere Vorschriften und Ausbau des Förderprogramms

23. Mai 2016 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Ab Anfang September 2016 müssen Neubauten im Kanton Bern effizienter und mit einem höheren Anteil an erneuerbaren Energien betrieben werden. Der Regierungsrat hat die kantonale Energieverordnung entsprechend angepasst. Gleichzeitig hat der Kanton das bestehende Förderprogramm angepasst: Ab sofort werden Betriebsoptimierungen in Klein- und Mittelbetrieben und der Ersatz alter Ölheizungen mit Beiträgen unterstützt.

Die Revision der kantonalen Energieverordnung und die Erweiterung des Förderprogramms sind Teil der Energiestrategie, die der Regierungsrat im Jahr 2006 verabschiedet hat. Die Energiestrategie 2006 orientiert sich langfristig an der Vision der 2000-Watt-Gesellschaft. Mittelfristig soll im Kanton Bern bis ins Jahr 2035 die 4000-Watt-Gesellschaft Realität werden. Es sind dazu auf verschiedenen Gebieten Anstrengungen nötig.

Strengere Vorschriften für Neubauten

Mit der Teilrevision und der Erweiterung des Förderprogramms können die Ziele der Energiestrategie des Kantons Bern schneller erreicht werden. Neu gelten ab 1. September 2016 für Neubauten rund 15 Prozent strengere Energieverbrauchsgrenzwerte. Zudem müssen neue grosse Gewerbe- und Verwaltungsbauten sowie Freizeitanlagen mit Einrichtungen zur Gebäudeautomation ausgerüstet und regelmässig optimiert werden. Keine Auswirkungen hat die Teilrevision auf bestehende Wohnliegenschaften. Die neuen Vorschriften bewirken eine bedeutsame Reduktion des Stromverbrauchs und der CO2-Emissionen.

Mit der Teilrevision der kantonalen Energieverordnung werden wichtige Teile der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) im kantonalen Recht umgesetzt. Die MuKEn wurden kürzlich revidiert und von der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren im Januar 2015 beschlossen. Die Übernahme der revidierten MuKEn führt zur gesamtschweizerischen Harmonisierung der Energievorschriften. Die Bauplanung und die Baubewilligungsverfahren können dadurch stark vereinfacht werden.

Ausbau des Förderprogramms

Daneben erweitert der Kanton sein bestehendes Förderprogramm. Gefördert wird einerseits der Ersatz von Ölheizungen durch erneuerbare Energie, wie das heute bereits für Elektroheizungen gilt. Andererseits werden Betriebsoptimierungen in Nichtwohnbauten finanziell unterstützt. Dies ermöglicht den Klein- und Mittelbetrieben ihre Haustechnik zu prüfen und auf dem neusten Stand zu halten.

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