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Treffen mit Berner Wirtschaft Regierungsrat trifft Leitung der Visana-Gruppe

20. Juni 2016 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Der Regierungsrat hat die Leitung der Visana-Gruppe zu einer Aussprache getroffen. Im Vordergrund des Gesprächs standen die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen sowie die Spitalstandortinitiative.

Der Regierungsrat trifft sich regelmässig mit den Leitungsgremien von grossen Unternehmen mit Sitz im Kanton Bern. Mit über einer Million Versicherten und 1300 Mitarbeitenden ist die Visana-Gruppe einer der grossen Krankenversicherer in der Schweiz. Der Regierungsrat nahm  am Treffen mit der Visana mit Genugtuung zur Kenntnis, dass die Gruppe sowohl generell als auch beim Kader einen sehr hohen Frauenanteil aufweist. Albrecht Rychen, Präsident des Stiftungs- und Verwaltungsrats, sowie Urs Roth, Vorsitzender der Direktion, zeigten auf, dass die solide finanzierte Visana-Gruppe auch im Bereich der Firmenkunden in der Schweiz eine führende Rolle einnimmt. Im Kanton Bern verfügt die Visana über einen Marktanteil von 23 Prozent und hat damit eine führende Stellung inne.

Gesundheitspolitik im Fokus der Diskussion

Der Regierungsrat und die Visana-Leitung waren sich einig, dass die Krankenkassen und der Kanton bei der Finanzierung des Gesundheitswesens zu einem grossen Teil im gleichen Boot sitzen. Über Steuergelder bezahlt der Kanton Bern heute 55 Prozent der stationären Leistungen der öffentlichen und privaten Spitäler in der Grundversicherung. Der Betrag entspricht jährlich rund einer Milliarde Franken. Der verbleibende Anteil wird über die Krankenkassen abgerechnet. Es könne also nur im gemeinsamen Interesse sein, dass die Kosten in der Grundversicherung nicht im Tempo der letzten Jahre ansteigen, so der Konsens bei der Aussprache.

Beide Seiten zeigten sich an der Aussprache erleichtert, dass der Grosse Rat vorletzte Woche die Spitalstandortinitiative ohne Gegenvorschlag abgelehnt hat. Die mit dieser Vorlage verbundenen finanziellen Risiken wären erheblich und würden die finanzpolitische Ausgangslage des Kantons zusätzlich belasten. Die Initiative sei Ausdruck einer Verunsicherung in der Bevölkerung. Regierung und Visana-Leitung waren sich einig, dass es eine gemeinsame Aufgabe sei, die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger davon zu überzeugen, dass das in der Spitalstandortinitiative geforderte Einfrieren des Angebots die Qualität der Leistungen nicht verbessern und gleichzeitig zu unnötigen Mehrkosten führen würde. Es wäre die Bevölkerung, welche die mit der Initiative verbundenen Mehrkosten über Steuern letztlich selber zu tragen hätte.

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