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Nachhaltige Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ins Erwerbsleben Kanton Bern führt Case Management Berufsbildung weiter

30. Juni 2016 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Jugendliche und junge Erwachsene, deren Einstieg ins Berufsleben stark gefährdet ist, sollen weiterhin durch Fachpersonen unterstützt und begleitet werden: Auf Grund der positiven Erfahrungen hat der Regierungsrat des Kantons Bern beschlossen, das Case Management Berufsbildung weiterzuführen.

Die individuelle Begleitung der Jugendlichen im Rahmen des Case Managements Berufsbildung konzentriert sich auf den Übergang zwischen den Sekundarstufen I und II, auf Lehrvertragsauflösungen und den Übertritt ins Erwerbsleben. Folgende Faktoren oder eine Kombination davon können den Einstieg ins Berufsleben gefährden: Schwache Schulleistungen, Motivationsschwierigkeiten, mangelndes soziales Verhalten, belastende familiäre Situationen, ungenügende Unterstützung oder gesundheitliche Probleme. Das Case Management unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene mit solchen Schwierigkeiten ab dem 7. Schuljahr bis zum 25. Altersjahr. Aktuell werden rund 1200 junge Menschen betreut.

Die Einführung des Case Managements Berufsbildung wurde 2006 vom Bund, den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt beschlossen. In der Aufbauphase leistete der Bund eine Anschubfinanzierung. Zudem wurde die Wirkung des Case Managements Berufsbildung auf nationaler und kantonaler Ebene überprüft.

Auf Grund der positiven Ergebnisse dieser Evaluation hat der Regierungsrat beschlossen, das Case Management Berufsbildung weiterzuführen. Es hat sich gezeigt, dass es gut organisiert ist und eine hohe Akzeptanz geniesst, sowohl bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen als auch bei den Partnerorganisationen. Heute erreicht das Case Management Berufsbildung alle Ziel und Risikogruppen. Dessen Erfolgsquote wird – auch im schweizerischen Vergleich – als hoch beurteilt. Das Case Management Berufsbildung leistet einen Beitrag zur Erhöhung der Abschlüsse auf der Sekundarstufe II. Es trägt auch zu einer nachhaltigen Integration der jungen Menschen in die Arbeitswelt und zur Bekämpfung von Sozialhilfeabhängigkeit und Armut bei.

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