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Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Juni 2016 Breit abgestützter Rückgang der Arbeitslosigkeit

8. Juli 2016 – Medienmitteilung; Volkswirtschaftsdirektion

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern sank im Juni 2016 um 672 auf 14‘087 Personen. Die Arbeitslosenquote ging von 2,6 auf 2,5 Prozent zurück (Schweiz: von 3,2 auf 3,1 Prozent). Der anhaltende Rückgang der Arbeitslosigkeit erklärt sich vor allem aus saisonalen Effekten, ist aber breit abgestützt. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte blieb die Arbeitslosigkeit konstant.

Wie bereits in den Vormonaten ist die Abnahme im Juni wesentlich auf den zu dieser Jahreszeit üblichen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe (‑201) und im Baugewerbe (‑140) zurückzuführen. Erfreulicherweise wiesen jedoch auch fast alle übrigen Branchen einen Rückgang der Arbeitslosigkeit auf.

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote betrug gemäss Modellberechnungen des beco Berner Wirtschaft 2,8 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Infokasten).

Die Arbeitslosigkeit ging in allen Verwaltungskreisen zurück. Am stärksten war der Rückgang im Berner Oberland. Die Spannweite der Arbeitslosenquote geht von 1,0 Prozent (Interlaken-Oberhasli) bis 4,6 Prozent (Biel/Bienne).

Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15- bis 24-Jährige) sank die Arbeitslosigkeit um 138 auf 1‘685 Personen.

Verglichen mit dem Juni 2015 sind 1‘110 Personen mehr arbeitslos.

Vorwiegend aus der Industrie trafen 63 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 1‘094 Beschäftigte (Mai: 58 Gesuche, 715 Beschäftigte).

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten

Hinweis

Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) publizierten Arbeitslosenquoten sind aktualisiert worden. Neu werden die Arbeitslosenzahlen nicht mehr ins Verhältnis zu den Erwerbspersonenzahlen aus dem Jahr 2010 gesetzt, sondern zu den Erwerbspersonenzahlen aus einem 3-Jahres-Pooling, das vom BFS aus den Strukturerhebungsdaten der Jahre 2012, 2013 und 2014 zum Erwerbsleben der Bevölkerung errechnet und bereitgestellt wird. Durch die breitere Datenbasis im 3-Jahres-Pooling wird die Ergebnisqualität der Berechnungsbasis erhöht. Die neue Basis gilt rückwirkend ab 1. Januar 2014. Die Zeitreihen sind entsprechend zurückgerechnet und angepasst worden.
Die Zahl der Erwerbspersonen erhöhte sich im Kanton Bern von 545‘428 im Jahr 2010 auf 562‘265 im Jahr 2014. Die auf der aktualisierten Basis berechneten Arbeitslosenquoten berücksichtigen die Zunahme der Erwerbspersonenzahlen zwischen 2010 und 2014 und vermitteln damit ein genaueres Bild der Lage auf dem Arbeitsmarkt.
Auf der neuen Basis beläuft sich die Arbeitslosenquote im Berichtsmonat Juni auf 2,5% anstelle von 2,6%.

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

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