Zur Übersicht Medienmitteilungen

Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Juli 2016 Stabile Situation auf dem Arbeitsmarkt

9. August 2016 – Medienmitteilung; Volkswirtschaftsdirektion

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern stieg im Juli 2016 leicht an, um 107 auf 14‘194 Personen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 2,5 Prozent (Schweiz: unverändert 3,1 Prozent). Während die Arbeitslosigkeit im Bau- und Gastgewerbe nochmals zurückging, nahm sie bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte blieb die Arbeitslosigkeit konstant.

Wie bereits in den Vormonaten nahm die Arbeitslosigkeit vor allem im Baugewerbe (‑104) und im Gastgewerbe (‑101) ab. Die Zunahme in diversen anderen Branchen ist hauptsächlich auf Ausbildungsabgängerinnen und -abgänger ohne Anschlusslösung zurückzuführen. So stieg bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15- bis 24-Jährige) die Arbeitslosigkeit um 150 auf 1‘835 Personen.

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote betrug gemäss Modellberechnungen des beco Berner Wirtschaft 2,8 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Infokasten).

In fünf Verwaltungskreisen stieg die Arbeitslosigkeit an, in den übrigen – insbesondere im Berner Oberland – ging sie zurück oder blieb stabil. Die Spannweite der Arbeitslosenquote geht von 1,0 Prozent (Interlaken-Oberhasli) bis 4,7 Prozent (Biel/Bienne).

Verglichen mit dem Juli 2015 sind 1‘062 Personen mehr arbeitslos.

Vorwiegend aus der Industrie trafen 57 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 664 Beschäftigte (Juni: 63 Gesuche, 1‘094 Beschäftigte).

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten

Mediendokumentation

Hinweis

Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) publizierten Arbeitslosenquoten sind aktualisiert worden. Neu werden die Arbeitslosenzahlen nicht mehr ins Verhältnis zu den Erwerbspersonenzahlen aus dem Jahr 2010 gesetzt, sondern zu den Erwerbspersonenzahlen aus einem 3-Jahres-Pooling, das vom BFS aus den Strukturerhebungsdaten der Jahre 2012, 2013 und 2014 zum Erwerbsleben der Bevölkerung errechnet und bereitgestellt wird. Durch die breitere Datenbasis im 3-Jahres-Pooling wird die Ergebnisqualität der Berechnungsbasis erhöht. Die neue Basis gilt rückwirkend ab 1. Januar 2014. Die Zeitreihen sind entsprechend zurückgerechnet und angepasst worden.

Die Zahl der Erwerbspersonen erhöhte sich im Kanton Bern von 545‘428 im Jahr 2010 auf 562‘265 im Jahr 2014. Die auf der aktualisierten Basis berechneten Arbeitslosenquoten berücksichtigen die Zunahme der Erwerbspersonenzahlen zwischen 2010 und 2014 und vermitteln damit ein genaueres Bild der Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

Zur Übersicht Medienmitteilungen