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Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Oktober 2016 Jahreszeitlich bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit

8. November 2016 – Medienmitteilung; Volkswirtschaftsdirektion

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern erhöhte sich im Oktober 2016 um 372 auf 14‘888 Personen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 2,6 Prozent (Schweiz: unverändert 3,2 Prozent). Von der Zunahme der Arbeitslosigkeit waren vorwiegend das Gastgewerbe und das Baugewerbe betroffen. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte blieb die Arbeitslosigkeit stabil.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Oktober erklärt sich grösstenteils mit saisonalen Effekten. Den grössten Anstieg verzeichnete dabei das Gastgewerbe mit 275 Personen. Für die touristische Zwischensaison ist diese Entwicklung nicht aussergewöhnlich und betrifft hauptsächlich das Berner Oberland. Die Zunahme im Baugewerbe (+149 Personen) dürfte sich in den nächsten Monaten noch akzentuieren.

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote betrug gemäss Modellberechnungen des beco Berner Wirtschaft 2,7 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Infokasten).

In sechs von zehn Verwaltungskreisen stieg die Arbeitslosigkeit an, in den übrigen Verwaltungskreisen blieb die Arbeitslosigkeit stabil. Den grössten Anstieg verzeichneten die touristisch geprägten Regionen des Oberlands. Die Spannweite der Arbeitslosenquote geht von 1,7 Prozent (Interlaken-Oberhasli) bis 4,6 Prozent (Biel/Bienne).

Verglichen mit dem Oktober 2015 sind 649 Personen mehr arbeitslos.

Vorwiegend aus der Industrie trafen 66 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 796 Beschäftigte (September: 52 Gesuche, 891 Beschäftigte).

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten

Mediendokumentation

Hinweis

Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) publizierten Arbeitslosenquoten sind aktualisiert worden. Neu werden die Arbeitslosenzahlen nicht mehr ins Verhältnis zu den Erwerbspersonenzahlen aus dem Jahr 2010 gesetzt, sondern zu den Erwerbspersonenzahlen aus einem 3-Jahres-Pooling, das vom BFS aus den Strukturerhebungsdaten der Jahre 2012, 2013 und 2014 zum Erwerbsleben der Bevölkerung errechnet und bereitgestellt wird. Durch die breitere Datenbasis im 3-Jahres-Pooling wird die Ergebnisqualität der Berechnungsbasis erhöht. Die neue Basis gilt rückwirkend ab 1. Januar 2014. Die Zeitreihen sind entsprechend zurückgerechnet und angepasst worden.
Die Zahl der Erwerbspersonen erhöhte sich im Kanton Bern von 545‘428 im Jahr 2010 auf 562‘265 im Jahr 2014. Die auf der aktualisierten Basis berechneten Arbeitslosenquoten berücksichtigen die Zunahme der Erwerbspersonenzahlen zwischen 2010 und 2014 und vermitteln damit ein genaueres Bild der Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

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