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Wirtschaftliche Entwicklungsschwerpunkte (ESP) Mehr Arbeitsplätze und höhere Wertschöpfung

29. November 2016 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Die wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkte (ESP) im Kanton Bern sind weiterhin auf Erfolgskurs. Jeder achte Arbeitsplatz im Kanton befindet sich in einem ESP. Die hier erzielte Wertschöpfung liegt über dem kantonalen Mittel. Dies zeigt der 8. Zwischenbericht des ESP-Programms für die Programmperiode 2012 – 2016, den der Regierungsrat zur Kenntnis genommen hat.

Über die Arbeiten des ESP-Programms wird alle vier Jahre Bericht erstattet. Der vorliegende 8. Zwischenbericht zur Entwicklung 2012–2016 bestätigt die Bedeutung des ESP-Programms für die Raum- und Wirtschaftsentwicklung des Kantons Bern. Die Nachfrage nach Industrie- und Gewerbeflächen an zentralen Lagen ist im Kanton Bern nach wie vor sehr gross. Die aktiven 22 ESP haben sich in den vergangenen vier Jahren gut entwickelt. Die Zahl der Arbeitsplätze und die Wertschöpfung haben hier im Vergleich zum übrigen Kanton überproportional zugenommen.

Gegenwärtig sind in den ESP rund 78 000 Personen auf 60 000 Vollzeitstellen beschäftigt. Dies entspricht 12,5 Prozent aller Vollzeitstellen im Kanton oder rund 0,5 Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren. Mehr als 14 Prozent der kantonalen Bruttowertschöpfung wird in den ESP erbracht. Das heisst, dass die Wertschöpfung pro Beschäftigten hier grösser ist als im gesamtkantonalen Mittel. Neu in das ESP-Programm aufgenommen wurde der Standort Herzogenbuchsee Bahnhof und die strategische Arbeitszone Ins Zbangmatte.

Konzentration auf Premium-Standorte

In den kommenden Jahren wird sich das ESP-Programm den sich ändernden Rahmenbedingungen anpassen müssen. Im Vordergrund stehen dabei die Auswirkungen des neuen kantonalen Richtplans mit der strategischen Vorgabe der Siedlungsentwicklung nach innen. Insbesondere soll das ESP-Programm auch in Zukunft mit den vorhandenen Mitteln haushälterisch umgehen. Die knappen kantonalen Ressourcen sollen gebündelt und weiterhin schwergewichtig an den Premium-Standorten eingesetzt werden. In der kommenden Programmperiode sollen die Ergebnisse der bisher durchgeführten Abklärungen zur Nutzungsmischung in ESP in den kantonalen Richtplan einfliessen, um in besonders zentralen und hervorragend erschlossenen ESP in untergeordnetem Masse auch qualitativ hochstehende und verdichtete Wohnnutzung zu ermöglichen. Neue ESP Standorte sollen nur in klar begründeten Fällen ins Programm aufgenommen werden. Das ESP-Programm wird somit auch in den kommenden Jahren eine wesentliche Grundlage für die zielgerichtete und angestrebte Raum- und Wirtschaftsentwicklung des Kantons Bern sein. 

Standorte für Industrie, Dienstleistungen und Verwaltung

ESP sind Standorte an gut erschlossenen Lagen für die Ansiedlung von Industrie, Dienstleistungen oder Verwaltungen. Zurzeit gibt es im Kanton 22 ESP-Standorte, die aktiv bewirtschaftet werden. Dazu kommen fünf strategische Arbeitszonen (SAZ). SAZ sind grössere zusammenhängende Flächen, die für ein Grossprojekt planerisch bereitgestellt werden.

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