Zur Übersicht Medienmitteilungen

Bericht zu den Anstellungsbedingungen der Lehrkräfte im interkantonalen Vergleich Gehaltsentwicklung und Aufholen von Lohnrückständen sind nötig

22. Dezember 2016 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat den Bericht zu den Anstellungsbedingungen der Lehrkräfte im interkantonalen Vergleich zur Kenntnis genommen und zuhanden des Grossen Rats verabschiedet. In der Konsultation stiessen der Bericht und die vom Regierungsrat definierten Handlungsfelder auf Zustimmung. Nicht konkurrenzfähig sind derzeit die Löhne. Eine Sicherstellung der Gehaltsentwicklung und das Aufholen von Lohnrückständen sind notwendig.

Mit dem Bericht zu den Anstellungsbedingungen der Lehrkräfte im interkantonalen Vergleich beantwortet der Regierungsrat eine vom Grossen Rat überwiesene Motion. Der Bericht zeigt namentlich auf, dass der Kanton Bern bei den Löhnen der Lehrkräfte der Volksschule und der Sekundarstufe II derzeit nicht konkurrenzfähig ist. Hoch ist auch die jährliche Anzahl Pflichtlektionen einzelner Schulstufen. Weiter bestehen bei der Bernischen Lehrerversicherungskasse teilweise Nachteile, zum Beispiel wegen der hohen Sanierungsbeiträge.

Der Kanton Bern bietet in einzelnen Bereichen aber auch attraktive Anstellungsbedingungen. Dazu zählen die Regelungen der Altersentlastung, das Berücksichtigen qualifizierender Weiterbildungen mit zusätzlichen Gehaltsstufen sowie der Vaterschaftsurlaub. In anderen Bereichen wie der Honorierung der Funktion als Klassenlehrkraft oder bei den Treueprämien liegt der Kanton Bern im Mittelfeld. 

Alle Teilnehmende der von der Erziehungsdirektion durchgeführten Konsultation haben den Bericht über die Anstellungsbedingungen der Lehrkräfte und die darin enthaltenen Handlungsfelder grundsätzlich befürwortet. Zu diesen zählt in erster Linie die langfristige Sicherstellung der individuellen Gehaltsentwicklung der Lehrpersonen auch unter schwierigeren finanziellen Rahmenbedingungen. So soll es gelingen, die in der Vergangenheit entstandenen Rückstände schrittweise aufzuheben. Dies sieht bereits die Änderung der Lehreranstellungsgesetzgebung (LAG) von 2013 vor. In einem zweiten Schritt gilt es, weitere Massnahmen zur Verbesserung der Anstellungsbedingungen zu prüfen und zu priorisieren. Aus dem vorliegenden interkantonalen Vergleich ergibt sich vor allem der Bedarf, die Gehaltsklassen im Volksschulbereich und gezielte zeitliche Entlastungen der Lehrpersonen zu prüfen.

Der Bericht soll nun als Grundlagendokument zur Verbesserung der Anstellungsbedingungen dienen. Dabei wird der Regierungsrat aber auch andere Aspekte berücksichtigen, beispielsweise die Zielsetzungen der Bildungsstrategie, die Personalstrategie des Regierungsrates, die finanziellen Rahmenbedingungen des Kantons sowie die Anliegen der Personal- und Berufsverbände.

Weitere Informationen 

Zur Übersicht Medienmitteilungen