Zur Übersicht Medienmitteilungen

Vernehmlassung zur Änderung des kantonalen Landwirtschaftsgesetzes Schutzzonen für die Zucht von widerstandsfähigen Bienen

23. Juni 2017 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Die Zucht von leistungsfähigen und resistenten Völkern ist zentral für das Überleben der Bienen. Der Kanton Bern plant darum, Schutzzonen bei Belegstationen einzurichten. Er schickt eine entsprechende Änderung des kantonalen Landwirtschaftsgesetzes in die Vernehmlassung.

Der Kanton Bern schafft eine Rechtsgrundlage, um in bestimmten Gebieten Auflagen für die Haltung von Bienen durchzusetzen. Damit sollen unerwünschte Paarungen verhindert werden.

Die Imkerinnen und Imker im Kanton Bern betreiben zehn Belegstationen. Dort züchten sie drei Bienenrassen, die an die klimatischen Bedingungen der Region angepasst sind. Um gezielt züchten zu können, braucht es zusätzlich Schutzzonen rund um die Belegstationen, in denen keine Bienenstände mit inkompatiblen Rassen aufgestellt werden. Aktuell besteht keine rechtliche Grundlage, die es dem Kanton Bern erlaubt, Auflagen zu machen für die Haltung von Bienen.

Details werden in der Verordnung geregelt

Der Grosse Rat hatte in der Junisession 2015 eine Motion (M167-2014 Guggisberg) überwiesen und damit Schutzzonen für Belegstationen verlangt. Im Landwirtschaftsgesetz soll nun festgelegt werden, dass der Regierungsrat zum Schutz der Bienenzucht die Imkerei durch Verordnung gebietsweise beschränken kann. Das heisst beispielsweise, dass in einer Kernzone nur Bienen der Belegstation zugelassen sind, in einer erweiterten Zone nur Bienen der gleichen Rassenlinie.

Mit Unterstützung der Imkerinnen und Imker

Für Belegstationen geeignete Gebiete sind rar. Das kann zu Nutzungskonflikten zwischen Zuchtverbänden führen. Der Regierungsrat ist der Auffassung, dass es nicht Aufgabe des Kantons ist, diese Nutzungsinteressen zu bewerten. Er erwartet, dass der Verband Bernischer Bienenzüchtervereine es übernimmt, Anträge zur Schaffung von Schutzzonen und Schutzgebieten zu stellen. Nur so wird es möglich sein, die neue kantonale Aufgabe mit den bestehenden Ressourcen der kantonalen Fachstelle Bienen zu vollziehen.

Die Vernehmlassung bei den interessierten Kreisen dauert bis am 25. September 2017.

Mediendokumentation

Zur Übersicht Medienmitteilungen