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Gesamtnotfallübung 17 (GNU 17) Übung zu Störfall im Kernkraftwerk Mühleberg abgeschlossen

29. September 2017 – Medienmitteilung; Polizei- und Militärdirektion

Die bernischen Notfallorganisationen aller Stufen haben die Gesamtnotfallübung 17 (GNU 17) erfolgreich abgeschlossen. Die dreitägige Übung mit dem Szenario eines Störfalls mit Austritt von Radioaktivität im Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) stand unter der Leitung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BABS). Dabei zeigte sich, dass sich die bestehenden Konzepte grundsätzlich bewähren und die Zusammenarbeit unter den Organisationen gut funktioniert.

Während den drei Tagen der GNU 17 standen im Kanton Bern rund 200 Personen im Einsatz. Beteiligt waren das Kantonale Führungsorgan, die Führungsorgane der Verwaltungskreise Bern-Mittelland und Seeland, die regionalen Führungsorgane Laupen, Bern Plus und Wohlensee Nord, Fachleute aus der kantonalen Verwaltung sowie Vertreterinnen und Vertreter von Spitälern und Verkehrsunternehmen und der Armee. Im Kanton Bern fand erstmals eine Übung mit einem solch komplexen Szeario und in so breiter Zusammensetzung statt. Die Beteiligten überprüften die Zusammenarbeit auf kantonaler Ebene, mit den Bundesstellen und den benachbarten Kantonen sowie die bestehenden kantonalen Konzepte bei einem Störfall im Kernkraftwerk Mühleberg.

Positive Bilanz der Übungsleitung

Aus der Sicht der kantonalen Übungsleitung haben die beteiligten Organisationen das Ereignis insgesamt sehr gut bewältigt. Die Zusammenarbeit im Kantonalen Führungsorgan war gut. Die Aufgaben wurden überlegt und äusserst professionell angegangen. Grundsätzlich ist in den Stäben auf allen Stufen intensiv und umsichtig gearbeitet worden. Die Übung hat auch gezeigt dass sich das Konzept zur Evakuierung der Zone 1 (Radius von 3 km um das KKM) sowie der Einsatz und die Ablauforganisation für die Ausmessung und Dekontamination von Personen in Spitälern bewährt. Die Übung hat bei einigen überprüften Konzepten, die nicht nur für den Einsatz bei einem Störfall im KKM erarbeitet wurden, punktuellen Optimierungsbedarf aufgezeigt. Die Anpassung und Weiterentwicklung dieser Konzepte wird nun auf allen Stufen an die Hand genommen. Klarer Verbesserungsbedarf besteht zudem bei der Information vom Bund zum Kanton.

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