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Wasserhaushalt wieder im Lot Die Regeneration im Chlepfibeerimoos ist abgeschlossen

19. Oktober 2017 – Medienmitteilung; des Kantons Bern, Pro Natura und des Kantons Solothurn

Der Kanton Bern und der Kanton Solothurn sowie die Grundeigentümerin Pro Natura haben die Sanierung des Hochmoores am Burgäschisee erfolgreich abgeschlossen. Das Hochmoor wurde in den letzten drei Jahren mit verschiedenen Massnahmen regeneriert. Unter anderem wurde der Wasserhaushalt verbessert, damit das Hochmoor nicht weiter zuwächst.

Verschiedene Faktoren haben dem Chlepfibeerimoos beim Burgäschisee in den letzten Jahrzehnten stark zugesetzt. Durch den gestörten Wasserkreislauf haben Verschilfung und Verwaldung des Gebiets stark zugenommen. Wegen der starken Gefährdung des Hochmoores haben die Naturschutzfachstellen der Kantone Bern und Solothurn sowie die Grundeigentümerin Pro Natura entschieden, das Moor zu regenerieren. Diese Arbeiten wurden im Frühling 2014 gestartet und heute abgeschlossen. Verschiedene bauliche Massnahmen brachten den Wasserhaushalt des Gebietes wieder ins Lot. Die Projektkosten betrugen rund 700‘000 Franken. Diese werden durch Beiträge von Bund und Kantone sowie vom Fonds der Alpiq Hydro Aare AG, des Ökofonds der BKW, des Renaturierungsfonds des Kantons Bern, und des Fonds Landschaft Schweiz finanziert.

Erfolgreiche Zusammenarbeit 

Regierungsrat Christoph Ammann, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern, und Regierungsrat Roland Fürst, Vorsteher Bau und Justizdepartements des Kantons Solothurn, haben am 19. Oktober das Naturschutzgebiet gemeinsam besucht und das «Grenzband», welches die sonst unsichtbare Kantonsgrenze markiert, überschritten. Christoph Ammann und Roland Fürst betonten, dass mit dem Chlepfibeerimoos gemeinsam eines der grössten mittelländischen Hoch- und Übergangsmoore gerettet werden konnte. Das seien handfeste Beweise einer gelebten und guten Zusammenarbeit im Sinne des Ganzen. Auch Pro Natura als grösste Grundeigentümerin des Gebietes ist mit dem erreichten Projektabschluss zufrieden: «Obwohl Moore in der Schweiz seit 30 Jahren rechtlich geschützt sind, nimmt ihre Qualität immer noch ab. Die Regeneration des Chlepfibeerimoos ist ein Beitrag, damit dieser Rückgang gestoppt wird», sagt Urs Tester, Mitglied der Pro Natura Geschäftsleitung.

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