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Schutzbauten-Management Eine Daueraufgabe zum Schutz von Menschen und Infrastruktur

20. Oktober 2017 – Medienmitteilung; Volkswirtschaftsdirektion

Bauten im Wert von mehreren Hundert Millionen Franken schützen im Kanton Bern Menschen und Infrastruktur von Lawinen, Steinschlag und Rutschungen. Der Unterhalt dieser Bauten erfordert eine gute Planung und eine enge Zusammenarbeit der Sicherheitsverantwortlichen vor Ort mit dem Kanton. Ein Schutzbauten-Management ermöglicht es, dass die wertvollen Bauten ihre Funktion langfristig erfüllen.

In den letzten Jahrzehnten wurden im Kanton Bern Schutzbauten gegen Lawinen, Steinschlag und Rutschungen im Wert von einigen Hundert Millionen Franken erstellt. Für
Regierungsrat Christoph Ammann, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern, steht der Schutz der Menschen steht im Zentrum beim Einsatz gegen Naturgefahren. Im Kanton Bern wird die Erstellung der Schutzbauten nach heutigem Kenntnisstand in wenigen Jahren abgeschlossen sein. Es gilt nun, den Unterhalt der Schutz-Infrastruktur zu regeln. Wer für die Sicherheit verantwortlich ist und ein Werk erstellt hat, müsse auch sicherstellen, dass dieses seine Funktion langfristig erfüllt, betont Nils Hählen, Leiter der Abteilung Naturgefahren. Ziel des Schutzbauten-Managements sei, die wertvolle Schutz-Infrastruktur langfristig zu erhalten.

Übersicht über die Arbeiten und die Kosten

Zur Planung der Arbeiten werden pro Gemeinde Erhaltungsprojekte ausgearbeitet. Ein Erhaltungsprojekt läuft während fünf Jahren. Es gibt eine Übersicht über die vorhandenen Schutzbauten, macht Angaben zur Überwachung, beschreibt, welche Arbeiten anstehen und gibt eine Kostenschätzung. Mit den Erhaltungsprojekten bekommen die Sicherheitsverantwortlichen und die kantonale Fachstelle ein Instrument, um den Bestand und die Zuverlässigkeit der Schutzbauten langfristig zu sichern. Läuft ein Erhaltungsprojekt nach fünf Jahren aus, fliessen die Erkenntnisse in das nachfolgende Erhaltungsprojekt ein – der Unterhalt der Schutz-Infrastruktur ist eine Daueraufgabe. Die Laufzeit von fünf Jahren hat den Vorteil, dass die Gemeinde Klarheit hat über die anstehenden Arbeiten und die Kosten.

Als Beispiel für das Schutzbauten-Management dient die Gemeinde Adelboden. Dort läuft aktuell das Erhaltungsprojekt 2015 – 2019. Es wurde am 28. November 2014 von der Gemeindeversammlung genehmigt. Die Kosten belaufen sich auf 700‘000 Franken, wovon der Kanton 84 Prozent trägt. Für die Gemeinde Adelboden ist der Erhalt der Schutz-Infrastruktur eine wichtige Aufgabe. Die Gemeinde sei darum sehr dankbar, dass Bund und Kanton die Projekte mitfinanzieren, betonen die Behörden.

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