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Gesundheits- und Sozialkommission (GSoK) zu Geschäften der November-Session Kommission unterstützt den Kredit für Praxisassistenz

1. November 2017 – Medienmitteilung; Grosser Rat

Die Gesundheits- und Sozialkommission (GSoK) empfiehlt dem Grossen Rat einstimmig, den Kredit für das Programm zur ärztlichen Weiterbildung in Hausarztpraxen zu genehmigen. Mit rund 1,5 Millionen Franken jährlich soll der Kanton diese Praxisassistenz in den Jahren 2019 bis 2022 unterstützen. Die GSoK beantragt dem Grossen Rat ebenfalls einstimmig, vom Bericht «Einführung einer Praxisbewilligung im Kanton Bern» des Regierungsrates Kenntnis zu nehmen.

Seit 2013 können junge Ärztinnen und Ärzte im Kanton Bern einen Teil ihrer Assistenzzeit in einer Hausarztpraxis absolvieren. Dieses Programm stösst auf grosse Nachfrage. Daher haben sich der Regierungsrat und alle Beteiligten darauf geeinigt, ab 2019 die Zahl der Praxisassistenzstellen von 21 auf 35 zu erhöhen. Die GSoK ist der Ansicht, dass das Angebot für alle Beteiligten stimmt. So sind die Stellen stets lange Zeit zum Voraus vergeben, und es besteht eine Warteliste mit Interessentinnen und Interessenten. Zudem trägt das Angebot zur Steigerung der Attraktivität des Hausarztberufs bei. Die Kommission begrüsst den Fonds, mit dem finanziell benachteiligte Praxen vorwiegend in ländlichen Gebieten im Rahmen dieses Programms unterstützt werden können. Sie beantragt dem Grossen Rat, den Kredit von jährlich rund 1,5 Millionen Franken zur Weiterführung der Praxisassistenz von 2019 bis 2022 gutzuheissen.

Pragmatische Lösung

Die GSoK nimmt einstimmig Kenntnis vom Bericht «Einführung einer Praxisbewilligung im Kanton Bern» des Regierungsrats. Sie ist der Ansicht, dass der Regierungsrat mit einem pragmatischen Vorschlag eine bessere Kontrolle der ambulanten ärztlichen und zahnärztlichen Betriebe und eine verbesserte Datenlage über diese Betriebe ermöglicht. Um diese Ziele zu erreichen, müsse nicht zwingend eine generelle Betriebsbewilligung eingeführt werden, wie dies ein vom Grossen Rat im Jahr 2013 überwiesenes Postulat anregte. Die Praxisbewilligung soll insbesondere für Betriebe, welche chirurgische und invasiv diagnostische Interventionen durchführen, sowie für Praxen, die als juristische Personen konstituiert sind, eingeführt werden.

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