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Wanderausstellung «Willkommen zu Hause» in Langenthal Einblick in ein Zuhause mit sichtbaren Spuren von Gewalt

24. November 2017 – Medienmitteilung; Polizei- und Militärdirektion

Die Wanderausstellung «Willkommen zu Hause» zu Gewalt in Familie und Partnerschaft macht in Langenthal halt. Sie gewährt Einblick in ein Zuhause, in dem Spuren der Gewalt sichtbar sind. Zudem gibt sie Antworten auf Fragen zu verschiedenen Formen häuslicher Gewalt und leitet unter anderem Jugendliche, Eltern, Fachpersonen oder Betroffene zum Handeln gegen Gewalt an. Im Rahmen der Ausstellung findet ein Workshop «I säge HALT: Gewalt nicht mit mir!» mit der bekannten Langenthaler Moderatorin Tama Vakeesan statt.

Anlässlich der diesjährigen Aktion «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» gastiert die Ausstellung «Willkommen zu Hause» bis zum 7. Dezember 2017 am Bildungszentrum Langenthal bzl. Die interaktive Wanderausstellung thematisiert Gewalt in Beziehungen und in Familien. Fast 40 Prozent der in der Schweiz registrierten Gewaltstraftaten passieren im häuslichen Bereich. Die Ausstellung gibt einen Einblick in den Alltag Betroffener und zeigt Unterstützungs- und Hilfsmöglichkeiten auf. Sie soll vor allem auch Jugendliche und junge Erwachsene auf die unterschiedlichsten Gewaltmuster aufmerksam machen. Nach dem Besuch der Ausstellung an früheren Standorten beantworteten Berufslernende die Frage nach dem Lerneffekt unter anderem mit: «Häusliche Gewalt fängt früher an, als man denkt», «Häusliche Gewalt ist keine Privatsache» oder «Gewalt ist keine Lösung».

Workshop mit Tama Vakeesan

Um junge Frauen noch besser über die Gewaltformen und mögliche Gegenmassnahmen zu informieren, findet im Rahmen der Ausstellung auch ein massgeschneiderter Workshop unter dem Titel «I säge HALT – Gewalt nicht mit mir!» statt. Die bekannte Langenthaler Moderatorin und Youtuberin Tama Vakeesan übernimmt die Gesprächsführung, für die fachliche Begleitung und Betreuung der Workshop-Teilnehmerinnen sind Fachpersonen für häusliche Gewalt anwesend. Der Workshop für Mädchen und junge Frauen findet am Donnerstag, 30. November 2017 von 18.30 bis 20.30 Uhr im BZL statt. Für die Teilnahme am Anlass ist keine Anmeldung nötig.

Eröffnung mit Regierungsrat Käser

An der Eröffnung der Ausstellung bzl nahm Regierungsrat Hans-Jürg Käser teil, zu dessen Polizei- und Militärdirektion die «Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt» sowie die Kantonspolizei Bern gehören, die an der Organisation der Ausstellung beteiligt sind. « Die Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum Langenthal ist ein Glücksfall. Denn in Bildungsinstitutionen können jungen Menschen wichtige Handlungsstrategien im Umgang mit häuslicher Gewalt mit auf ihren Weg gegeben werden » hielt er in seiner Eröffnungsansprache fest. Neben den beiden kantonalen Stellen sind auch die Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern, der Christliche Friedensdienst cfd, die Beratungsstelle Opferhilfe Bern, das BZL, die GIBB Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern und das Sozialamt der Stadt Langenthal an der Organisation beteiligt. Die Ausstellung dauert vom 24. November bis 7. Dezember 2017 und ist während der Veranstaltungen geöffnet.

Teil der internationalen Aktion «16 Tage gegen Gewalt an Frauen»

Die Ausstellung ist ein Beitrag zu den internationalen Aktionstagen «16 Tage gegen Gewalt an Frauen», die jährlich vom 25. November (internationale Tag gegen Gewalt an Frauen) bis zum 10. Dezember (Tag der Menschenrechte) in 187 Ländern stattfinden. Während 16 Tagen bieten in der Schweiz über 70 Organisationen und Institutionen Aktionen und Veranstaltungen zum Thema Gewalt an Frauen an. Weitere Informationen und alle Aktionen finden Sie unter www.16tage.ch.

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