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Berner Weinernte 2017 Ein Weinjahr im Zeichen der Extreme

17. November 2017 – Medienmitteilung; Volkswirtschaftsdirektion

Dank idealen Erntebedingungen ist der Zuckergehalt des Berner Traubenguts des Jahrgangs 2017 überdurchschnittlich gut. Wetterkapriolen stellten Winzerinnen und Winzer jedoch vor grosse Herausforderungen: Der Frost im Frühling sowie Hagel und Trockenheit im Sommer sorgten für geringere Erträge, so dass die Ernte im Kanton Bern 17 Prozent unter dem zehnjährigen Mittel liegt.

Im Kanton Bern wurden 2017 auf einer Rebfläche von 247 Hektaren rund 1425 Tonnen Trauben geerntet. Das sind 28 Prozent weniger als im Vorjahr (1970 Tonnen).

Das Weinjahr 2017 wurde geprägt durch die Frostnächte Ende April. Stark davon betroffen war im Kanton Bern insbesondere die Region Thunersee. Leichte Frostschäden gab es auch in einigen oberen Lagen am Bielersee. Im Juli zog heftiger Hagel den Jolimont mit der Gemeinde Erlach in Mitleidenschaft.

Positiv für das Traubengut war hingegen das trockene und warme Wetter im Sommer und Spätherbst: Es gab keine Schäden durch Krankheiten. Auch die Schäden durch die Kirschessigfliege blieben in diesem Jahr gering – dies dank Präventionsmassnahmen und einem ausgeklügelten Überwachungssystem.

Frühe Ernte, ausgezeichnete Traubenqualität mit hohem Zuckergehalt

Die Ernte war witterungsbedingt sehr früh: Die ersten Trauben wurden schon Ende August geerntet, die letzten Anfang Oktober. Die Trauben waren dank der guten Witterung von ausgezeichneter Qualität und wiesen überdurchschnittlich hohe Zuckergehalte aus. Bei der Weinlesekontrolle und Selbstkontrolle gab es keine nennenswerten Beanstandungen. Das Potenzial für einen weiteren sehr guten Weinjahrgang ist somit vorhanden.

Der grösste Teil der Trauben (1366 Tonnen) wurde in der Region Bielersee geerntet. Am Thunersee waren es aufgrund der Frostschäden lediglich knapp 44 Tonnen. Das ist nur ein Drittel einer Normalernte und damit die schwächste Ernte seit Jahren. In normalen Jahren werden am Thunersee ca. 140 Tonnen geerntet.

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