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Gymnasium Thun Standort Seefeld wird aufgehoben

26. April 2018 – Medienmitteilung; Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion

Jetzt ist der Grundsatzentscheid gefallen: Der Standort Seefeld des Gymnasiums Thun wird aufgehoben. Künftig erfolgt der gesamte gymnasiale Unterricht am Standort Schadau. Dazu muss diese Schulanlage ausgebaut werden. Nach heutiger Planung dürfte das erweiterte Gymnasium in der Schadau voraussichtlich bis 2025 realisiert sein. Bis zum Umzug läuft der Unterricht im Seefeld uneingeschränkt weiter.

Bereits 2014 wurden das Gymnasium Schadau und das Gymnasium Seefeld organisatorisch zum Gymnasium Thun zusammengelegt. Die beiden Standorte blieben aber bestehen. Heute sind die acht Liegenschaften am Standort Seefeld stark sanierungsbedürftig. Zudem stieg auch durch die Integration der Quarta-Klassen in die Gymnasien an beiden Standorten der Raumbedarf. Zum Teil erfolgt der Unterricht heute in drei Provisorien (eines im Seefeld, zwei in der Schadau) und in zugemieteten Räumen. Auf Dauer ist dieser Zustand unhaltbar.

Im Bestreben, die Attraktivität, Qualität und schliesslich auch die Wirtschaftlichkeit des Gymnasiums Thun weiter zu stärken, wird der Standort Seefeld aufgegeben. Vertiefte Abklärungen haben gezeigt, dass eine Verlegung des Unterrichts an den Standort Schadau am optimalsten ist. Dazu muss dieser Standort – wie bereits seit längerem geplant – ausgebaut werden. Die entsprechende Überbauungsordnung wurde schon im Frühling 2015 genehmigt.

Standort Schadau wird ausgebaut

Die geplante Erweiterung des Hauptgebäudes am Standort Schadau basiert auf dem Projekt «Focus», das 2006 in einem Architekturwettbewerb als Siegerprojekt hervorging. Ein Teil dieses Siegerprojekts ist auf der Südseite bereits realisiert. In den nächsten Jahren folgt nun die nächste Ausbauetappe. So soll das Hauptgebäude nördlich gegen die Marienstrasse mit einem Anbau ergänzt werden. Die beiden Provisorien am Standort Schadau werden aufgehoben. Östlich des Hauptgebäudes ist ausserdem ein Neubau für weitere Unterrichtsräume geplant. Zusätzlich soll östlich neben der heutigen Sporthalle eine neue Doppelturnhalle mit Unterrichtsräumen gebaut werden.

Als nächster Schritt erfolgt nun die Detailplanung. Mit einem Start der Bauarbeiten ist etwa 2022 zu rechnen. Gemäss aktueller Planung sind sämtliche Bauarbeiten voraussichtlich 2025 abgeschlossen. Die Integration von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen aus dem Seefeld in die neue Schulanlage ist auf das Schuljahr 2025/26 geplant. Der Kanton rechnet mit Netto-Investitionen von rund 55 Millionen Franken. Die acht kantonalen Liegenschaften am Standort Seefeld sollen verkauft werden.

Im Gymnasium Thun unterrichten derzeit 156 Lehrpersonen rund 1140 Schülerinnen und Schüler in 55 Klassen. Davon sind 26 Klassen hauptsächlich im Seefeld «stationiert».

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