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Amt für Kultur des Kantons Bern / Berner Filmförderung Berner Filmpreise für «Heimatland» und «Après l'hiver»

1. November 2015 – Medienmitteilung; Erziehungsdirektion

Mit der Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger des Berner Filmpreises 2015 und der Publikumspreise ging heute Sonntag das Berner Filmpreis Festival im neu eröffneten Kino Rex in Bern zu Ende. Das ambitionierte Projekt «Heimatland» des Produzenten Stefan Eichenberger wurde von der Jury als bester Spielfilm mit 30'000 Franken ausgezeichnet. Den Preis in der Höhe von 15‘000 Franken für den besten Dokumentarfilm gewann «Après l’hiver» der Regisseure Bastien Bösiger und Adrien Bordone. Die Publikumspreise gingen an «4000.-- CHF» von Matto Kämpf und «Venzagos Bruckner» von Laurent Jaquet.

An der Schlussveranstaltung des Berner Filmpreis Festivals wurden am Sonntagabend (1.11.2015) im Kino Rex in Bern die Gewinnerinnen und Gewinner des Berner Filmpreises 2015 sowie die der Publikumspreise des Berner Filmpreis Festivals bekannt gegeben.

Auszeichnungen für «Heimatland» und «Après l’hiver»

Die Produktion «Heimatland» wird als bester Spielfilm 2015 mit einem Berner Filmpreis in der Höhe von 30'000 Franken ausgezeichnet. Zehn junge Autorenfilmerinnen und –filmer aus der West- und Deutschschweiz zeichnen darin in zehn Episoden, verwoben zu einer grossen, gemeinsamen Geschichte, ein eindrückliches Bild der gegenwärtigen Lage der Schweiz. Allein schon das Unterfangen, einen Film aus Beiträgen von zehn AutorInnen zu drehen, ist ein Wagnis, das Stefan Eichenberger und sein Team von Contrast Film zusammen mit allen Beteiligten hervorragend gemeistert haben.

Der Dokumentarfilm «Après l’hiver» wird als bester Dokumentarfilm mit einem Berner Filmpreis in der Höhe von 15'000 Franken ausgezeichnet. Der Film erzählt aus dem Alltag von vier Jugendlichen, die das zehnte Schuljahr besuchen: ein Film über das Jahr der letzten Chance, über das Ende einer unbeschwerten Zeit und das Eintreten in die Arbeitswelt mit ihren eigenen Regeln. Wie die beiden Regisseure Bastien Bösiger und Adrien Bordone die Jugendlichen porträtieren und ihre Schwierigkeiten zeigen, hat die Jury beeindruckt.

Drei ausgezeichnete Kurzfilme

«Flirt» von Rahel Gerber hat die Jury als besten Animationsfilm, «The Five Minute Museum» von Paul Bush, produziert von Schattenkabinett aus Bern, als besten Experimentalfilm, und «Replika» von Luc Walpoth als besten Kurzspielfilm mit je 5'000 Franken ausgezeichnet.

Im Animationsfilm «Flirt» von Rahel Gerber geht ein Hemd, zum Trocknen aufgehängt, auf Tuchfühlung mit einem Kleid und erzählt leise und poetisch von den Sehnsüchten seines Besitzers. Paul Bush fügt in «The Five Minute Museum» Tausende von Ausstellungsstücken aus Museumssammlungen zu einer animierten Geschichte menschlicher Entwicklung zusammen: Zwei Millionen Jahre in fünf Minuten. Und Luc Walpoths «Replika» zeigt eine von Materialismus und funktionalem Denken geleitete Welt; Kinder sind computergesteuerte androide Wesen, Sicherheit geht vor Gefühlen.

Publikumspreis des Berner Filmpreis Festivals

Das Publikum des Berner Filmpreis Festivals hatte ebenfalls die Gelegenheit seine Favoriten zu küren: Es zeichnete «"4000.- CHF» von Matto Kämpf als besten Kurz-, «Venzagos Bruckner.» von Laurent Jaquet als besten Langfilm aus. Der Publikumspreis für den besten Kurzfilm ist mit 1000 Franken dotiert (Sponsor: cinébern), der beste Langfilm mit 2200 Franken (Sponsor: Freundinnen und Freunde des Berner Films).

Das Berner Filmpreis Festival fand dieses Jahr in einer neuen Form statt: 16 Kinos in zwölf Gemeinden im ganzen Kanton haben sich im Verein Film:BE zusammengeschlossen, um das Festival gemeinsam zu organisieren, als Fusion der bisherigen Veranstaltungen Tour de Berne und (städtisches) Berner Filmpreis Festival. Sie zeigten in zehn Tagen und 84 Vorstellungen die 17 Filme der sogenannten Sélection, der Auswahlschau, die die Jury des Berner Filmpreises zusammengestellt hat, und boten damit dem aktuellen Berner Filmschaffen eine Plattform. Die Projektleitung hatte die Geschäftsführerin von Bern für den Film, Stefanie Arnold, inne.

Weitere Informationen sind unter www.bernerfilmpreisfestival.ch abrufbar.

Preisverleihung in der Dampfzentrale

Die Verleihung des Berner Filmpreises 2015 findet traditionell zusammen mit der Verleihung des Berner Musikpreises 2015 am Dienstag, 17. November, um 19.30 Uhr in der Dampfzentrale Bern statt. Die Preisverleihung ist öffentlich und der Eintritt ist frei. An der Preisverleihung werden kurze Ausschnitte aus den ausgezeichneten Filmen gezeigt.

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