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Deutschsprachige Pädagogische Hochschule Kanton Bern lockert Zulassungsbedingungen für Schulische Heilpädagogik

27. Mai 2016 – Medienmitteilung; Regierungsrat

An der Pädagogischen Hochschule PHBern sollen die Zulassungsbedingungen für den Studiengang Schulische Heilpädagogik ab 2018 dem Schweizer Standard angeglichen werden, um den Mangel an Fachlehrpersonen zu beheben. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat die Erziehungsdirektion ermächtigt, eine entsprechende Revision des Gesetzes über die deutschsprachige Pädagogische Hochschule bis am 5. September 2016 in die Vernehmlassung zu schicken.

In der Schulischen Heilpädagogik gibt es derzeit zu wenig ausgebildete Fachlehrpersonen. Deshalb will der Regierungsrat die Zulassungsbedingungen für diesen Studiengang an der deutschsprachigen Pädagogischen Hochschule Bern (PHBern) lockern.

Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang Schulische Heilpädagogik der PHBern war bisher ein Lehrdiplom für Regelklassen. Die Vorlage des Regierungsrats übernimmt nun per 2018 die Minimalvorgaben des entsprechenden Reglements der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren. Damit erhalten neu auch Inhaberinnen und Inhaber eines Diploms in Logopädie oder Psychomotorik (mindestens auf Bachelorstufe) oder eines Bachelorabschlusses in einem verwandten Studienbereich wie Erziehungswissenschaften, Sozialpädagogik, Sonderpädagogik, Psychologie oder Ergotherapie Zugang zum Studiengang.

Bereits heute können bernische Schulen schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen anstellen, die an ausserkantonalen Institutionen ausgebildet wurden und kein Lehrdiplom für Regelklassen haben. Dies kommt wegen des Mangels an ausgebildeten Fachkräften oft vor. Die vorgeschlagene Änderung des Gesetzes über die deutschsprachige Pädagogische Hochschule ermöglicht diesen Ausbildungsweg ebenfalls im Studiengang der PHBern. Der Regierungsrat nimmt damit das Anliegen einer vom Grossen Rat des Kantons Bern in der Märzsession 2016 angenommenen Motion (016-2016) auf.

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