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Änderung des Volksschulgesetzes Finanzielle Unterstützung für freiwillige Betreuungsangebote während der Ferienzeit

16. Februar 2017 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Der Regierungsrat will eine gesetzliche Grundlage schaffen, damit er Gemeinden, die während der Ferienzeit freiwillige Betreuungsangebote für Schulkinder anbieten, künftig finanziell unterstützen kann. Er hat eine entsprechende Änderung des Volksschulgesetzes bis am 16. Mai 2017 in die Vernehmlassung geschickt. Die Angebote der Gemeinden schliessen eine Lücke in der Betreuung der Kinder und unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Berufstätige Eltern, die ihre Kinder in Tagesschulen schicken, müssen während der Schulferien eine andere Betreuungsmöglichkeit finden. Dies ist für viele Familien eine grosse Herausforderung. Um die Eltern zu unterstützen, führen schon heute 21 Gemeinden während der Schulferien ein freiwilliges Betreuungsangebot. Diese Angebote verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und fördern die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt. Schliesslich dient die Verbindung zwischen Familie und Beruf der Wirtschaft, sichert den Familien ihre Existenz und beeinflusst die Chancengleichheit der Kinder positiv. In seinem Bericht «Familienkonzept des Kantons Bern» von 2009 bezeichnet der Regierungsrat die Betreuungsangebote in den Schulferien als «weiteren wichtigen Betreuungsbaustein für berufstätige Eltern». Der Regierungsrat erhält mit der neuen Gesetzesgrundlage die Möglichkeit, Gemeinden finanziell zu unterstützen. Er kann damit dazu beitragen, dass die Gemeinden neue freiwillige Betreuungsangebote während der Schulferien schaffen oder die bestehenden ausbauen, dadurch wird Bern auch als Wohnkanton attraktiver.

Die Beiträge des Kantons sollen es den Gemeinden ermöglichen, den Tarif für die Angebote so festzulegen, dass sich auch Eltern von mehreren Kindern die Betreuung während der Schulferien leisten können. Es ist vorgesehen, dass sich der Kanton mit einem Pauschalbeitrag von 30 Franken pro Kind und Tag beteiligt. Ein solcher Pauschalbeitrag vereinfacht die Abrechnung für den Kanton und die Gemeinden. Für den Kanton ergeben sich durch die Unterstützung der Betreuungsangebote während der Ferienzeit jährliche Kosten von minimal 555‘000 Franken bis maximal 1,38 Millionen Franken. Mit diesem Betrag können die durch die Gemeinden bereits gegenwärtig erbrachten Betreuungsstunden maximal um das Vierfache erhöht werden.

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