Zur Übersicht Medienmitteilungen

Sozialhilfebeziehende, anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene Arbeitsgruppe sucht Lösungen für bessere Arbeitsintegration

7. September 2017 – Medienmitteilung; Gesundheits- und Fürsorgedirektion

Sozialhilfebeziehende, anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene möglichst rasch und langfristig in den Arbeitsmarkt integrieren: Dieses Ziel verfolgt der Regierungsrat des Kantons Bern. Damit wirksame Massnahmen zur Arbeitsintegration umgesetzt werden können, will Regierungsrat Pierre Alain Schnegg die Wirtschaft stärker einbeziehen. Er hat eine breit zusammengesetzte Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, der auch Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft angehören.

Die Erwerbsarbeit soll im Vergleich zum Bezug von Sozialhilfe wieder attraktiver werden. Dies ist einer der Schwerpunkte bei der Teilrevision des Sozialhilfegesetztes, welches der Grosse Rat in der November-Session 2017 ein erstes Mal beraten wird. Damit Bezügerinnen und Bezüger von Sozialhilfe möglichst rasch in den Arbeitsmarkt integriert und längerfristig ihren Lebensunterhalt selbstständig erwirtschaften können, will Regierungsrat Pierre Alain Schnegg zusammen mit einer breit zusammengesetzten Arbeitsgruppe nach wirksamen Massnahmen suchen. Dazu hat der Gesundheits- und Fürsorgedirektor Unternehmer sowie Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschafts- und Berufsverbänden, Gewerkschaften, Hilfswerken und Sozialdiensten eingeladen, bis in der ersten Hälfte des nächsten Jahres mögliche Verbesserungen bei den bestehenden Angeboten und Rahmenbedingungen sowie effektive und wirksame Projekte zu entwerfen, die auf den Bedarf der Wirtschaft ausgerichtet sind.

Der Regierungsrat verfolgt das Ziel einer raschen und wirkungsvollen Arbeitsintegration nicht nur bei den Bezügerinnen und Bezügern von Sozialhilfe, sondern auch bei den anerkannten Flüchtlingen sowie den vorläufig Aufgenommenen. Daher hat die Integration dieser Personen in den Arbeitsmarkt im neuen Integrationsprogramm, das der Regierungsrat im Juli verabschiedet hat, ein grösseres Gewicht erhalten. Die Arbeitsgruppe wird ebenfalls Lösungen suchen, damit diese Personen schneller im Arbeitsmarkt Fuss fassen und eigenständig für ihren Lebensunterhalt aufkommen können.

An der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe standen eine Auslegeordnung der heutigen Angebote, deren Weiterentwicklung und die Stossrichtung für neue Projekte im Vordergrund. Regierungsrat Pierre Alain Schnegg geht davon aus, dass die Gesundheits- und Fürsorgedirektion auf der Basis der laufenden Arbeiten in der ersten Hälfte des nächsten Jahres praxistaugliche Lösungen präsentieren kann.

Zur Übersicht Medienmitteilungen