Zur Übersicht Medienmitteilungen

Zweckmässigkeitsbeurteilung Wyler - Länggasse Tram für die Länggasse, Doppelgelenktrolleybusse für Wyler

3. April 2018 – Medienmitteilung; Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion

In Zukunft sollen in Bern Trams in die Länggasse fahren und Doppelgelenktrolleybusse ins Wylerquartier. Die Gewerblich Industrielle Berufsschule (gibb) in der Lorraine soll zusätzlich in den Spitzenzeiten mit einem Shuttlebus erschlossen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Zweckmässigkeitsbeurteilung des Kantons. Die Bevölkerung kann sich bis zu den Sommerferien im Rahmen einer Mitwirkung dazu äussern.

Die heutigen Buslinien 20 und 12 (Ast Länggasse), mit denen die Berner Quartiere Wyler und Länggasse erschlossen werden, sind sehr stark ausgelastet. Bis 2030 wird die Belastung in den Spitzenstunden auf beiden Linien noch deutlich zunehmen. Insbesondere im Korridor Länggasse werden wegen der prognostizierten Zunahme der Anzahl Studierender rund 50 Prozent mehr Fahrgäste unterwegs sein. Unter der Federführung des Kantons haben Fachleute deshalb im Rahmen einer Zweckmässigkeitsbeurteilung geprüft, wie die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden können.

Zahlreiche Erschliessungsvarianten geprüft

Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer stellte am Dienstag (3.04.2018) an einer Medienkonferenz in Bern die Ergebnisse der Zweckmässigkeitsbeurteilung vor. Sie betonte, dass damit noch keine konkreten Projekte vorliegen, sondern erst Lösungsvorschläge aufgrund von umfassenden Variantenstudien. Insgesamt haben die Fachleute ein breites Spektrum von möglichen Verkehrsmitteln und Linienführungen untersucht.

Tram und Doppelgelenktrolleybusse

Die Bestvariante für die Linie 20 Bern Bahnhof – Wankdorf Bahnhof ist die Umstellung auf Doppelgelenktrolleybusse und die Einführung eines Busshuttles zwischen dem Bahnhof Bern und dem Campus der gibb in der Lorraine. Der Shuttlebus würde nur in den Hauptverkehrszeiten am Morgen und Abend verkehren. Mit Investitionskosten von rund 11 Millionen Franken ist diese Lösung verhältnismässig kostengünstig. Die Bestvariante für die Länggasse ist ein Tram. Denn nur das Tram kann die längerfristig nötigen Transportkapazitäten bereitstellen. Die Kosten der neuen Tramlinie werden auf der Basis von ersten groben Schätzungen auf rund 100 Millionen Franken veranschlagt.

Übergangslösung in der Länggasse

Die Linie 20 Bern Bahnhof – Wankdorf Bahnhof wird bereits ab Ende 2018 auf Doppelgelenktrolleybusse umgestellt. Frühestens ab 2020/21 verkehren die Doppelgelenktrolleybusse im Sinne einer Übergangslösung zwischen dem Bahnhof Wankdorf und der Endhaltestelle in der Länggasse. Gleichzeitig wird der Shuttlebus Bahnhof – Campus gibb in der Lorraine eingeführt. Baubeginn für das Tram in die Länggasse wäre aus heutiger Sicht ab 2030 möglich. Vor dem Grundsatzentscheid zum Tram müssen aber noch verschiedene Fragen geklärt werden. So unter anderem die Anbindung der neuen Tramlinie an das übrige Tramnetz im Raum Bahnhof/Innenstadt und die Erschliessung des Lindenhofspitals. Insbesondere muss ein mit dem Tram abgestimmtes Projekt für die Sanierung der Länggassstrasse erarbeitet werden und eine Koordination mit den anderen Bauprojekten im und um das Bahnhofsareal erfolgen.

Wichtiges Element der Stadtentwicklung

Gemeinderätin Ursula Wyss begrüsste die Ergebnisse der Studie. Die neue Tramlinie in die Länggasse werde ein neues wichtiges Entwicklungselement für das Quartier sein und die Länggassstrasse aufwerten. Für das Lorraine-/Wylerquartier sei eine massgeschneiderte Lösung gefunden worden, die mit relativ bescheidenen Änderungen der Infrastruktur umgesetzt werden könne

Mitwirkung bis zu den Sommerferien

Die Bevölkerung kann bis zu den Sommerferien im Rahmen einer Mitwirkung zu den Ergebnissen der Zweckmässigkeitsbeurteilung Stellung beziehen. Die Eingaben aus der Mitwirkung werden anschliessend ausgewertet und bis Ende Jahr in einem Schlussbericht publiziert.

Die Mitwirkungsunterlagen sind auf www.be.ch/aoev zu finden.

Mediendokumentation

Zur Übersicht Medienmitteilungen