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Regionale Arbeitsvermittlung (RAV) Konzentration auf Zentren – Stützpunkte werden geschlossen

16. Mai 2018 – Medienmitteilung; Volkswirtschaftsdirektion

Aus betrieblichen und finanziellen Gründen schliesst das beco Berner Wirtschaft die sechs RAV-Stützpunkte in La Neuveville, Langnau, Meiringen, Moutier, Saint-Imier und Zweisimmen im Herbst 2018. Gestärkt werden kantonsweit die 14 RAV-Zentren, die neben der Beratung für Stellensuchende zunehmend neue Aufgaben übernehmen.

Die Arbeitslosenquote ist im Kanton Bern auf einen Tiefstwert von 1,9 Prozent gesunken. Die Zahl der Stellensuchenden, die von der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) beraten wird, geht zurück. Gleichzeitig übernehmen die RAV-Zentren neue Aufgaben wie die Stellenmeldepflicht für Arbeitgebende oder die Beratung und Vermittlung von Flüchtlingen, vorläufig Aufgenommenen und Personen, die Sozialhilfe beziehen. Unter diesen Vorzeichen hat sich das beco Berner Wirtschaft entschieden, die sechs RAV-Stützpunkte in La Neuveville, Langnau, Meiringen, Moutier, Saint-Imier und Zweisimmen spätestens Ende Oktober 2018 zu schliessen und die Dienstleistungen auf die 14 RAV-Zentren zu konzentrieren.

Die RAV-Zentren bieten im Unterschied zu den Stützpunkten die gesamte Dienstleistungspalette an. Sie sind mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar und die Schalter sind immer besetzt. Fragen können sogleich beantwortet und Dokumente ohne Terminvereinbarung abgegeben werden. In allen RAV-Zentren sind Fachspezialistinnen und -spezialisten vor Ort, die bei Bedarf beigezogen werden können (Arbeitsmarktberatung, Fachberatung für die Interinstitutionelle Zusammenarbeit, für Jugendliche, vorläufig Aufgenommene und Flüchtlinge).

Neue Online-Services ab 2019

In den Stützpunkten müssen aus Sicherheitsgründen immer zwei Mitarbeitende anwesend sein, damit Gespräche mit Kundinnen und Kunden stattfinden können. Das macht die Personalplanung aufwändig und den Betrieb teuer. Mit der Schliessung der sechs Stützpunkte spart das beco Berner Wirtschaft jährlich 300 000 Franken. Mitarbeitende, die bisher in den Stützpunkten tätig waren, werden künftig in den RAV-Zentren arbeiten.

Voraussichtlich ab Frühling 2019 werden Stellensuchende seltener den Gang zum RAV antreten müssen. Der Bund plant neue Online-Dienstleistungen für RAV-Kundinnen und -Kunden.

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