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Europäische Tage des Denkmals, 12./13. September 2015: Austausch – Einfluss Austausch und Einfluss prägen unser Kulturgut

7. September 2015 – Medienmitteilung; Gemeinsame Medienmitteilung der Erziehungsdirektion des Kantons Bern und der Stadt Bern

Am Wochenende des 12. und 13. September 2015 findet in der Schweiz die 22. Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals statt. In allen Regionen des Kantons Bern bietet sich an diesem Wochenende die Gelegenheit, zusammen mit Fachleuten den vielfältigen Spuren nachzugehen, die der Austausch von Ideen und kulturellen Strömungen in unserem Kulturerbe hinterlassen hat.

Unser Kulturerbe ist das Resultat verschiedenster Einflüsse. Unterschiedlichste Kulturkreise und Kulturzentren haben seit jeher nicht nur Waren ausgetauscht, sondern auch Wissen, Ideen, Techniken und Materialien. Gerade Baudenkmäler zeigen eindrücklich, dass die eigene Kultur immer auch die Kultur des anderen beinhaltet. Vom Austausch zeugen auch Anlagen des Verkehrs, des Tourismus und der Kommunikation. Der Mensch ist ein Wesen, das den Austausch pflegt. Ausgehend davon wollen die Europäischen Tage des Denkmals 2015 den zahlreichen Einflüssen des Fremden im Bekannten nachspüren und auch der Frage nachgehen, wo «Schweizerisches» andernorts seine Spuren hinterlassen hat.

Das Programm im Kanton Bern

Der Kanton Bern bietet den Besucherinnen und Besuchern an den Europäischen Tagen des Denkmals ein spannendes und vielseitiges Programm. Zu den vielen Highlights gehören die Besichtigungen der Baustelle Bundeshaus Ost und der Residenz des Botschafters der Republik Polen in der Stadt Bern oder eine Fahrt mit dem legendären Blauen Pfeil auf der Strecke Burgdorf-Luzern. In Goldswil erwartet das Publikum anlässlich des 775-Jahr-Jubiläums der Gemeinde Ringgenberg-Goldswil eine archäologische Führung zur Kirchruine, die einst wie die Burgruine Ringgenberg an einem wichtigen mittelalterlichen Verkehrsweg lag. In Schwarzenburg ist erstmals seit zehn Jahren die Sammlung des Museums für Kommunikation zu besichtigen: In den Gebäuden des ehemaligen Kurzwellensenders sind heute Postkutschen, Postautos und Telefonapparate untergebracht. In Saint-Imier führt die Loge «Bienfaisance et Fraternité» exklusiv an den Denkmaltagen durch ihre Räumlichkeiten. Die Besichtigungen eines Güterschuppens am Bahnhof Meiringen, des Farelhauses in Biel oder der Käsehandelshäuser in Langnau stehen ebenso auf dem Programm wie Führungen im Hotel Regina in Mürren und rund ums Rathaus in Thun. Auch die Berner Schlösser widmen dem Thema Austausch – Einfluss diverse Führungen.

Zu den Organisatoren der Veranstaltungen gehören neben den Denkmalpflegestellen von Stadt und Kanton sowie dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern auch die Kulturabteilungen der grösseren Städte sowie private Organisationen und Institutionen wie der Berner Heimatschutz, das Freilichtmuseum Ballenberg und die Berner Schlösser. Insbesondere die Regionalgruppen des Berner Heimatschutzes machen es möglich, dass in jeder Region des Kantons mindestens eine Veranstaltung auf dem Programm steht.

Was sind die Europäischen Tage des Denkmals?

Die Europäischen Tage des Denkmals wurden erstmals 1984 in Frankreich durchgeführt. Mittlerweile beteiligen sich rund 50 Länder daran; in den vergangenen Jahren waren jeweils etwa 35ʼ000 Bauten für das Publikum geöffnet. Die Tage des Denkmals finden stets am zweiten Wochenende im September statt. Ziel ist es, mit den Denkmaltagen in der Öffentlichkeit das Interesse an der Erhaltung unserer Kulturgüter wecken. Zudem geben die Denkmalpflege-Fachstellen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Die Nationale Informationsstelle für Kulturgütererhaltung (NIKE) beim Bundesamt für Kultur koordiniert den Anlass auf Bundesebene und bestimmt jedes Jahr ein Hauptthema. In diesem Jahr stehen die Tage des Denkmals im Zeichen von «Austausch – Einfluss ǀ Echanges - Influences | Scambio - Influenza | Barat – Influenza».

Details zu den einzelnen Veranstaltungen

Mediendokumentation

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