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Hochwasserschutz im Aaretal Auftakt zwischen Rubigen und Wichtrach

14. November 2017 – Medienmitteilung; Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion

Jetzt geht es vorwärts mit dem Hochwasserschutz im Aaretal zwischen Thun und Bern. Der Kanton startet mit zwei Projekten in den Gemeinden Belp, Rubigen, Münsingen, Wichtrach und Gerzensee. Im Zentrum steht die obere Belpau und das Gebiet Chesselau-Thalgut. In enger Zusammenarbeit mit Bevölkerung, Gemeinden und Experten werden in den nächsten Monaten in Fachgremien und Begleitgruppen konkrete Vorschläge erarbeitet. Zwei weitere Projekte im Raum Bern/Köniz und Kiesen/Jaberg sind in Vorbereitung.

Die Aare hat vielseitigen Ansprüchen zu genügen: Sie soll das Umland nicht überschwemmen. Sie soll das Grundwasser speisen und so die Trinkwasserversorgung garantieren. Sie soll Tieren und Pflanzen wertvollen Lebensraum bieten. Und sie soll uns Menschen vielfältige Erholung ermöglichen. Um all dies unter einen Hut zu bringen, plant der Kanton in den nächsten Jahren zwischen Thun und Bern neben den üblichen Ufer-Unterhaltsarbeiten mehrere eigenständige Wasserbauprojekte.

Zwei Projekte lanciert

Jetzt hat der Kanton zwei erste Einzelprojekte lanciert. Das Projekt «Obere Belpau» umfasst das Gebiet zwischen Hunzigenbrücke bei der Autobahnzufahrt Rubigen und der Schützenfahrbrücke beim Schwimmbad Münsingen. Auf beiden Seiten der Aare soll der Hochwasserschutz unter Berücksichtigung von Ökologie und Naherholung verbessert respektive gesichert werden. Der heutige Damm auf Belper Seite (linkes Ufer) ist gemessen an den Hochwassern von 1999 und 2005 teilweise zu wenig hoch und zu schwach. Damals wurden die Viehweid in Belp und der Flughafen überflutet. Auf Münsinger Seite (rechtes Ufer) steht vor allem das Gebiet zwischen Schwimmbad, Autobahn und Autobahn-Raststätte zur Diskussion. Um auch in Zukunft gegen Hochwasser gewappnet zu sein, ist die Schützenfahrbrücke zu ersetzen. Detaillierte Vorschläge dürften etwa im Frühling 2018 auf dem Tisch liegen. Von diesem Projekt betroffen sind die Gemeinden Belp und Münsingen sowie – am Rand – Rubigen.

Das Projekt «Thalgut-Chesselau» berücksichtigt das Gebiet zwischen Thalgutbrücke in Wichtrach und Gerzensee sowie dem früheren Reitplatz Münsingen. Insbesondere soll der Hochwasserschutz für die Aaretal-Trinkwasserleitung und die Autobahn A6 verbessert werden. Mit ersten detaillierten Vorschlägen ist bereits Anfang 2018 zu rechnen.

Weitere Projekte in Vorbereitung

Erst in Vorbereitung sind zwei weitere Projekte. Im Gebiet Eichholz (Köniz) und beim Dählhölzliwald oberhalb des Tierparks (Bern) müssen die Uferverbauungen saniert werden. Das weitere Projekt im Gebiet Kiesen – Jaberg soll die Ufererosion stoppen und – auf der Seite Jabergs – allenfalls auch mehr Platz für die Aare schaffen. Auch hier geht es darum, die Autobahn A6 und die Aaretal-Trinkwasserleitung vor Hochwasser zu schützen. Die Planungsarbeiten sollen in der ersten Jahreshälfte 2018 starten.

Bevölkerung kann mitmachen

Im inzwischen abgeschriebenen Projekt «aarewasser» waren für den Hochwasserschutz im Aaretal bereits verschiedenste Massnahmen definiert. Diese Massnahmen werden nun in jedem Projekt vertieft und wenn nötig angepasst. Allenfalls werden auch neue Vorschläge erarbeitet. Jeder Eingriff am Aareufer verändert das gewohnte Aare-Bild. Umso wichtiger ist der Einbezug von Bevölkerung, Gemeinden und Interessengruppen. Diese können ihre Meinung in Fachgremien, Begleitgruppen und im Rahmen der Mitwirkung einbringen.

Weitere Informationen über Hochwasserschutz-Projekte an der Aare: www.aare.bve.be.ch 

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