Zurück zur Archivsuche

Kredit des Kantons Bern für die Olympischen Winterspiele 2026 Regierung will Volksabstimmung zur Olympia-Beteiligung

30. November 2017 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Der Regierungsrat hat das weitere Vorgehen für die Olympia-Kandidatur «Sion 2026» festgelegt: Er beantragt dem Grossen Rat, den für die Durchführung notwendigen Kredit dem obligatorischen Referendum zu unterstellen, damit die Stimmberechtigten entscheiden können, ob sich der Kanton Bern an der Kandidatur «Sion 2026» beteiligt. Zudem hat er eine kantonale Projektorganisation unter der Leitung der Volkswirtschaftsdirektion eingesetzt.

Im Herbst 2019 wird das Internationale Olympische Komitee entscheiden, wo die Olympischen Winterspiele 2026 ausgetragen werden. In der Phase bis zu diesem Entscheid wird eine kantonale Projektorganisation die Aktivitäten in der Kantonsverwaltung und den Standortgemeinden für die Kandidatur «Sion 2026» koordinieren. Zudem wird sie die Vorlage zuhanden des Grossen Rates für die Septembersession 2018 vorbereiten. Diesen Kreditbeschluss möchte der Regierungsrat dem obligatorischen Referendum unterstellen. Der Grosse Rat wird im September 2018 also auch darüber entscheiden, ob die bernischen Stimmberechtigten zur Olympia-Abstimmung auf jeden Fall an die Urne gerufen werden oder ob das fakultative Referendum gelten soll.

Breit abgestützte Projektorganisation

Die kantonale Projektorganisation wird von der Volkswirtschaftsdirektion geleitet. Vertreten sind die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, die Gesundheits- und Fürsorgedirektion, die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion, die Polizei- und Militärdirektion, die Staatskanzlei, die Städte Bern und Biel, die Gemeinde Kandersteg und der Verband Bernischer Gemeinden.

Der Regierungsrat hatte im Dezember 2016 entschieden, dass er sich mit maximal einer Million Franken aus dem Lotteriefonds an der Kandidatur «Sion 2026» beteiligt, wenn der Bund die Kandidatur unterstützt. Diese Unterstützung hat der Bundesrat im Oktober 2017 zugesichert. Im Kanton Bern sollen die Wettbewerbe Eishockey der Frauen in Biel, Eishockey der Männer in Bern, Skispringen auf der Normalschanze und nordische Kombination in Kandersteg stattfinden. Die Infrastruktur ist vorhanden, auf den Bau einer provisorischen Grossschanze in Kandersteg wird verzichtet. Der Kanton Bern wird sich vor allem an den Kosten für die öffentliche Sicherheit beteiligten müssen. Wie hoch diese Kosten sein werden, ist noch offen. Die fünf Durchführungskantone haben an der Plenarsitzung der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektionen (KKJPD) am 17. November 2017 eine detaillierte Analyse der Sicherheitskosten beantragt, welche klären soll, wer wieviel zusätzliche Sicherheitsleistungen einkaufen muss. Die Studie soll im März 2018 vorliegen.

Zurück zur Archivsuche