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Programm zur Früherkennung von Brustkrebs Mammographie-Screening wird neu organisiert

22. Dezember 2017 – Medienmitteilung; Gesundheits- und Fürsorgedirektion

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) muss das Mammographie-Screening neu organisieren. Mit der Organisation «donna», die bereits die Programme zur Früherkennung von Brustkrebs der beiden Kantone St. Gallen und Graubünden führt, sind Verhandlungen im Gang.

Seit Mitte 2013 können im Kanton Bern alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren von einem Programm zur Früherkennung von Brustkrebs profitieren. Für die Durchführung dieses Mammographie-Screening-Programms bis ins Jahr 2020 hat der Grosse Rat insgesamt 4,7 Millionen Franken bewilligt. Um die effektive Wirkung des Programms zu überprüfen, hat das Kantonsarztamt die gemachten Erfahrungen analysiert und ausgewertet. Dabei hat es festgestellt, dass die Beteiligungsquote zu tief ist und der Abklärungsprozess bei verdächtigen Befunden optimiert werden muss.

Daher hat das Kantonsarztamt im Januar 2017 den Leistungsvertrag mit der Bernischen Krebsliga, die das Programm im Auftrag des Kantons leitet, auf Ende 2017 gekündigt, um alle Optionen für die Zukunft offen zu halten.

Ab Mitte 2018 unter neuer Leitung

In der Zwischenzeit hat das Kantonsarztamt zusammen mit Partnern innerhalb und ausserhalb des Kantons mehrere Optionen geprüft und steht nun in Verhandlungen mit der Organisation «donna», welche die Mammographie-Screening-Programme der Kantone St. Gallen und Graubünden in guter Qualität und mit einer Teilnahmerate von regional bis zu 60 Prozent führt. Donna könnte potentiell ab Juli 2018 das Berner Programm leiten. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die Vorbereitungsarbeiten erledigt und die neuen Verträge abgeschlossen werden. Damit ergibt sich für die Frauen im deutschsprachigen Kantonsteil ein Unterbruch des Mammographie-Screening-Programms von einem halben Jahr. Der Unterbruch ist zwar unerfreulich, aber aus Sicht der öffentlichen Gesundheit und der Medizin weniger problematisch, als wenn auf verdächtige Befunde zu lange keine Nachfolgeuntersuchungen erfolgen und sich somit für die Frauen lange Phasen der Ungewissheit ergeben.

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