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Projekt für Interjurassisches Zentrum der Bühnenkünste (CREA) - Kanton Bern muss aus finanziellen Gründen verzichten

27. August 2010 – Medienmitteilung; Erziehungsdirektion; Regierungsrat

Der Kanton Bern kann das gemeinsam mit dem Kanton Jura geplante Projekt für ein interjurassisches Zentrum der Bühnenkünste (CREA) heute aus finanzpolitischen Gründen nicht realisieren. Investitionen von über 30 Millionen Franken sowie die mit dem CREA-Betrieb verbundenen Folgekosten haben den Berner Regierungsrat wegen der schwierigen Finanzprognosen des Kantons veranlasst, die Projektarbeiten einzustellen. Gleichzeitig anerkennt der Regierungsrat des Kantons Bern die grossen Fortschritte in der interjurassischen Zusammenarbeit der letzten Jahre und ist bereit, diese in den verschiedenen Bereichen weiter zu vertiefen und die heutigen Kooperationen auch in Zukunft finanziell zu unterstützen.

Aufgrund einer externen Machbarkeitsstudie und eines begleitenden Berichts des Bernjurassischen Rates hat der Regierungsrat des Kantons Bern entschieden, das mit dem Kanton Jura geplante Projekt für ein interjurassisches Zentrum der Bühnenkünste (CREA) nicht weiterzuverfolgen. In einer ersten Machbarkeitsstudie wurde ein CREA in Delémont mit Investitionskosten vonüber 30 Millionen Franken skizziert. In einer Ergänzungsstudie wurde die Idee eines CREA an zwei Standorten lanciert: Mit einem Veranstaltungssaal in Delémont (Investitionsvolumen ca. 20 Millionen Franken) und einem experimentellen Kulturzentrum mit Ateliers undÜbungsräumen in einer ehemaligen Fabrikhalle im Weiler Malleray-Bévilard (Investitionsvolumen ca. 10 Millionen Franken).

Aufgrund der aktuellen Finanzlage des Kantons Bern ist der Regierungsrat zum Schluss gekommen, dass sich die beiden umfangreichen Projektvarianten in der heutigen Zeit nicht realisieren lassen. Die Regierung des Kantons Bern hat diesen Entscheid im Bewusstsein getroffen, dass ein interregionales Zentrum der Bühnenkünste, das als Veranstaltungs- und Ausbildungsort genutzt werden kann, auch für den Kanton Bern kulturpolitisch wünschenswert wäre. Aufgrund der schwierigen finanziellen Ausgangslage des Kantons muss die Regierung die Prioritäten neu definieren. Dieser Entscheid trifft auch den Kulturbereich, wo bestehende Institutionen umsÜberleben kämpfen.

Dem Regierungsrat des Kantons Bern ist es ein Anliegen, die Zusammenarbeit in der Juraregion weiter auszubauen, wie er dies auch in seiner Erklärung zum Bericht der interjurassischen Versammlung festgehalten hat. Er wird die schrittweise eingeführten Verbesserungen in der Zusammenarbeit auch in Zukunft unterstützen und mitfinanzieren.

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