Kultur und Sport

Die Auseinandersetzung mit dem reichhaltigen kulturellen Erbe hat im Kanton Bern einen hohen Stellenwert: Das Landschaftsbild wird geprägt von Kleinstädten, imposanten Schlössern und behäbigen Bauernhäusern. Die historischen Ortsbilder sind grösstenteils als Denkmale geschützt. Daneben pulsiert jedoch eine lebendige zeitgenössische Kulturszene.

Ein vielfältiges Angebot

Neben den etablierten Institutionen mischen im Kanton Bern zahlreiche Kleintheater, Galerien, Konzert- und Clublokale in der Szene mit. Biel besitzt ein landesweit bekanntes Museum für zeitgenössischen Film und Fotografie. Und Burgdorf lockt mit seinen Krimitagen und dem Franz-Gertsch-Museum.

Einen besonderen Akzent setzt das Zentrum Paul Klee: Der Bau von Stararchitekt Renzo Piano beherbergt mit rund 4'000 Werken die weltweit grösste Sammlung des Malers. Damit ermöglicht das Zentrum eine lebendige Auseinandersetzung mit einem der bedeutendsten Künstler der Moderne.

Kunst, Theater, Musik, Kongresse: Zentrum Paul Klee in Bern

Kunst, Theater, Musik, Kongresse: Zentrum Paul Klee in Bern


Thun wiederum ist mit seiner jährlichen Kleinkunst-Börse ein Hot Spot für Kenner und Künstler. Ans Menuhin Festival Gstaad und ans Truckerfestival Interlaken reisen Klassik- resp. Countryfans. Und am Berner Gurtenfestival geniessen Jahr für Jahr über 75'000 Musikbegeisterte eine einzigartige Atmosphäre unter freiem Himmel.

Von Rock bis Rap

Überhaupt gilt die Hauptstadt der Schweiz seit den 70er Jahren auch als Hauptstadt der Schweizer Rockmusik. Angeführt von Polo Hofer haben zahlreiche national bekannte Bands wie Züri West, Patent Ochsner oder Stiller Has hier ihre Karrieren begonnen. Ein Grund dafür mag sein, dass 1967 mit der Swiss Jazz School eine der ersten Jazzschulen Europas in Bern gegründet wurde.

Enthusiastisches Publikum vor einer Bühne.

Bild vergrössern So aktuell wie nie: Berner Musikszene

Doch auch in der Schweizer Rap-Szene hat sich Bern einen Namen gemacht: Acts wie Steff la Cheffe oder Greis sind Kennern landesweit ein Begriff. Die Berner Musikszene setzt aber auch Akzente über die Landesgrenze hinaus: zum Beispiel mit Musikern wie Stephan Eicher, Mich Gerber, der Schlagersängerin Francine Jordi oder der Band Lunik.

Auch die klassische Musik ist im Kanton Bern gut verankert. Die Städte Bern und Biel haben eigene Konzerttheater. International bekannte Solisten wie der Oboist Heinz Holliger sind hier beheimatet. Das durch den Auftritt im oscargekrönten Film «Titanic» weltweit bekannt gewordene Kammermusikensemble «I Salonisti» kommt aus Bern.

Von Gotthelf bis Frieden

Auf ihre Kulturschaffenden sind die Bernerinnen und Berner mit Recht stolz. Schriftsteller wie Jeremias Gotthelf, Robert Walser und Friedrich Dürrenmatt haben die deutsche Literatur massgeblich mitgeprägt. In der bildenden Kunst stechen Albert Anker, Max Buri und Ferdinand Hodler ebenso hervor wie in jüngerer Zeit Franz Gertsch, Meret Oppenheim oder Bernhard Luginbühl.

Weltruhm mit ihrem Schaffen erlangten aber auch der Maler und Bauhaus-Dozent Johannes Itten, der Kurator Harald Szeeman oder der Schriften-Designer Adrian Frutiger. Aktuell für Furore sorgen unter anderen die Schriftsteller Lukas Hartmann und Pedro Lenz oder der Spielfilm-Regisseur Luki Frieden.

Stipendien und Werkbeiträge

Im Kanton Bern wird aktive Kulturförderung gross geschrieben: Das Amt für Kultur unterstützt eine Vielzahl von Kulturprojekten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Bei der Erziehungsdirektion finden Sie Informationen zu aktuellen Ausschreibungen und den entsprechenden Teilnahmebedingungen.

Von Tennis bis Fussball

Unzählige Läuferinnen und Läufer rennen dicht beieinander den Alten Argeauerstalden hinunter.

Bild vergrössern Grand Prix von Bern: mit über 25 000 Laufbegeisterten der grösste Volkslauf der Schweiz

Auch Sportfans kommen im Kanton Bern auf ihre Kosten: Internationale Grossanlässe wie die Lauberhorn-Abfahrt von Wengen, das Tennis-SwissOpen in Gstaad oder der Grandprix von Bern locken alljährlich Tausende von Schaulustigen an. Mit der PostFinance-Arena verfügt Bern zudem über eines der grössten Eishockey-Stadien Europas: Es bietet Platz für über 17 000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Im Juni 2008 wurde in Bern die Fussball-Europameisterschaft eröffnet – im neu erbauten Stade de Suisse. Das moderne multifunktionale Fussballstadion bietet gleichzeitig vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und lädt mit Restaurants und Bars zum Verweilen ein. Nebst Sportanlässen gehen hier auch Grossevents in den Bereichen Musik und Kultur über die Bühne. Auch Thun verfügt mit der Arena Thun über ein modernes, multifunktionales Fussballstadion. In Biel ist ein neues Eishockey- und ein neues Fussballstadion in Planung.