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Medienmitteilung des Kantons Bern

Neues Aktionsprogramm des Kantons Bern: Mehr Lebensqualität für alle dank biologischer Vielfalt (21.08.2008)

Mit dem neu lancierten Aktionsprogramm «Stärkung der Biodiversität im Kanton Bern» setzt die Volkswirtschaftsdirektion neue kantonale Akzente für eine ökologische Landwirtschaft und eine nachhaltige Waldentwicklung. Dies ist für den langfristigen Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen notwendig und schafft mehr Lebensqualität für alle. Damit werden die bundespolitischen Vorgaben zur Stärkung der biologischen Vielfalt im Kanton Bern offensiv umgesetzt.

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Die biologische Vielfalt (Biodiversität) ist eine wichtige Lebensgrundlage, die zunehmend bedroht ist. Die Zahl der Tier- und Pflanzenarten hat im 20. Jahrhundert weltweit und auch im Kanton Bern deutlich abgenommen und nimmt weiterhin ab. Die Land- und Waldwirtschaft spielen für die Erhaltung der Biodiversität eine Schlüsselrolle. In der Landwirtschaftspolitik wurden seit Mitte der Neunzigerjahre die ökologischen Direktzahlungen eingeführt und mit der Agrarpolitik 2011 vermehrt auf die Verbesserung von Qualität und Vernetzung ausgerichtet. In der Waldpolitik ist die Förderung der Biodiversität ein neuer Schwerpunkt.

Ein Quervergleich zeigt auf, dass der Kanton Bern hinsichtlich des ökologischen Ausgleichs und der Biodiversität auf dem Kulturland vor allem dank dem Berggebiet gut abschneidet. Im Talgebiet besteht hingegen ein grosser Handlungsbedarf. Zudem fehlt eine Vernetzung der ökologischen Ausgleichflächen zwischen Kulturland und Wald weitgehend. Mit dem Aktionsprogramm "Stärkung der Biodiversität im Kanton Bern" setzt die Volkswirtschaftsdirektion einerseits die bundespolitischen Vorgaben im Rahmen der verfügbaren Finanzmittel offensiv um. Andererseits sollen die aufgedeckten Defizite im Kanton mit konkreten Massnahmen reduziert werden. Dafür sollen auch die vom Grossen Rat in Aussicht gestellten Mittel dienen (überwiesene der Motion "Finanzhilfe für ÖQV-Kantonsbeiträge im Rahmen der Förderung der natürlichen Artenvielfalt").

Die Stärkung der Biodiversität im Kulturland mit Schwerpunkt Talgebiet wird durch die differenzierte Erhöhung der Beiträge für ökologische Ausgleichsflächen und der Beiträge zur Erhaltung von Trockenstandorten und Feuchtgebieten angegangen. Die bessere Vernetzung der ökologischen Ausgleichsflächen zwischen Kulturland und Wald soll mit der Aufwertung von 75 Kilometern Waldrand sichergestellt werden. Zudem sollen die Wytweiden, das prägende Element der Kulturlandschaft im Berner Jura, mit neuen Steuerungsinstrumenten und einer koordinierten Politik längerfristig erhalten werden. Im Wald wird die biologische Vielfalt mit der Errichtung von 1'050 Hektaren Waldreservaten und von 50 Hektaren Alt- und Totholzinseln gestärkt. Das Aktionsprogramm wird eine Informations-, Schulungs- und Beratungskampagne lancieren, um die vielfältigen Zielgruppen und Akteure zu sensibilisieren.

"Damit setzt der Kanton Bern als grosser Flächenkanton ein klares Zeichen, dass er eine führende Rolle bei der Förderung der Biodiversität in der Schweiz spielen will", führte Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher an der heutigen Medienorientierung auf dem Landwirtschaftsbetrieb Ramseyer in Schüpfen / BE aus.

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