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Die Bildungsstrategie 2009 ist auf Kurs
26. Juni 2009 Medienmitteilung; Erziehungsdirektion
Der Regierungsrat des Kantons Bern hat die Bildungsstrategie 2009 zu Handen des Grossen Rates verabschiedet. In der Vernehmlassung wurde die Strategie, welche auf Vertrauen und Kontinuität setzt, grundsätzlich positiv gewürdigt. Umstritten waren namentlich die Selektionsfrage und die freiwillige Einführung einer Basisstufe. Der Regierungsrat hat die Kritik aufgenommen, hält jedoch am eingeschlagenen Kurs fest.
Die Bildungsstrategie 2009 bildet die Grundlage für die künftige Bildungspolitik des Kantons und führt die Linie der Strategie aus dem Jahr 2005 weiter. Sie setzt Akzente auf allen Bildungsstufen, lanciert Massnahmen in der Personalpolitik und will eine bessere Vernetzung von Bildung und Kultur realisieren. Der Entwurf befand sich von Ende November 2008 bis Ende Februar 2009 in der Vernehmlassung.
Grundsätzlich wurde die Strategie positiv aufgenommen, einzelne Themen davon wurden jedoch kontrovers diskutiert. Insbesondereüber die Durchlässigkeit des Bildungssystems und die freiwillige Einführung der Basisstufe durch die Gemeinden gingen die Meinungen stark auseinander. Während ein Teil der Vernehmlassungsteilnehmer eine schärfere Selektion in der Volksschule forderte, verlangten andere deren vollständige Abschaffung. Der Regierungsrat hat die dazu gemachten Aussagen in der Bildungsstrategie präzisiert, hält jedoch am Prinzip eines durchlässigen Bildungssystems fest.
Ebenfalls festhalten will der Regierungsrat am Grundsatz, dass die Gemeinden ab 2012 freiwillig die Basisstufe einführen können. Während auf der einen Seite eine flächendeckende Einführung der Basisstufe verlangt wurde,äusserten sich andere Vernehmlassungspartner eher skeptisch. Der Regierungsrat erachtet die Basisstufe als eine pädagogisch sinnvolle und innovative Form des Eintritts ins Bildungssystem, die den Bedürfnissen der Kinder optimal entgegenkommt. Angesichts der finanziellen Situation des Kantons lehnt er jedoch vorerst eine flächendeckende Einführung ab. Diese würde die Gemeinden vor Infrastrukturprobleme stellen.
Prioritär behandelt werden soll die Massnahme„Optimierung Sekundarstufe I“. Bei der Aufwertung der Bildung der Schülerinnen und Schüler mit Realschulniveau und der Optimierung der Nahtstelle zur Sekundarstufe II hat die Erziehungsdirektion einen besonders dringenden Handlungsbedarf erkannt.
Die weitere Prioritätensetzung wird im Rahmen der Volksschulgesetzesrevision 2012 erfolgen und ist somit noch nicht Bestandteil der Strategie.
Der Grosse Rat wird die Bildungsstrategie 2009 in der September-Session behandeln.