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Medienmitteilung des Kantons Bern

Wettbewerb Entwicklungsschwerpunkte Wohnen 2009: Innovative Wohnbauprojekte in Bern, Köniz und Burgdorf ausgezeichnet (25.01.2010)

Die Wohnbauprojekte "Mutachstrasse" in Bern, "Ried - Niederwangen" in Köniz und "Steinhof" in Burgdorf haben den diesjährigen Wettbewerb "Entwicklungsschwerpunkte Wohnen" des Kantons Bern gewonnen. Alle drei Projekte setzen sich aktiv mit einer nachhaltigen Stadterneuerung auseinander. Hohe Zentralität, gute Erreichbarkeit sowie beispielhafte Planungsprozesse zeichnen die Vorhaben aus. Die Preissumme beträgt für Bern und Köniz je 250'000 Franken, für Burgdorf 200'000 Franken.

Zur Dokumentation

Regierungsrat Christoph Neuhaus, Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektor, zeigte sich erfreut über die hohe Qualität der eingereichten Projekte. Von den fünf eingereichten Projekten wurden die Überbauung "Mutachstrasse" in Bern, die "Planung Ried - Niederwangen" in Köniz mit je 250'000 Franken und die "Wohnüberbauung Steinhof" in Burgdorf mit 200'000 Franken ausgezeichnet. Bei den Projekten würdigte die Jury die Auseinandersetzung mit einer aktiven Stadterneuerung, die Verdichtung der bestehenden Siedlungsräume und den Aspekt einer nachhaltigen Stadtentwicklung sowie insbesondere bei Bern und Köniz auch die ökologische Vorbildfunktion.

Überbauung Mutachstrasse in Bern

Die Überbauung Mutachstrasse ist ein Neubauprojekt im Westen der Stadt an einer gut erschlossenen, zentralen Lage. Als Teil der Quartierplanung soll die bestehende Siedlung an der Mutachstrasse ergänzt und gleichzeitig der verbleibende Grünraum bis zur Schlossstrasse zu einem Quartierpark aufgewertet werden. Aus ökologischer Sicht ist die geplante Überbauung vorbildlich. Bereits im Architekturwettbewerb sind hohe ökologische Anforderungen zu berücksichtigen. Die Bauten haben dem Minergie-Standard zu entsprechen und sind ressourcenschonend aus ökologischen Materialien zu erstellen. Das Areal wird an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossen. Das Projekt leistet mit 110 einfachen, preisgünstigen Wohnungen einen wertvollen Beitrag an ein breites städtisches Wohnungsangebot und damit an eine gut durchmischte Bevölkerungsstruktur.

Planung Ried - Niederwangen in Köniz
Die Planung Ried - Niederwangen am südlichen Rand von Bern umfasst ein Neubauprojekt mit Wohnraum für 2'000 Einwohner. Das Areal ist eine der grössten Baulandreserven in der Region Bern und gut erschlossen. Direkt am Waldrand entsteht eine Überbauung mit einem breiten Angebot verschiedenster Wohnungstypen. Die erhöhte, ruhige Lage, die gute Erschliessung und die Nähe zum Bahnhof Niederwangen bieten beste Voraussetzungen für eine gute Wohnqualität. Ökologisch wird ein innovatives Low-Exergie-Konzept verfolgt, mit welchem eine CO2-neutrale Entwicklung - auf fossile Energieträger wie Öl und Gas wird verzichtet - angestrebt wird. Das Projekt zeigt den Weg zu einem zukunftsweisenden schonenden Umgang mit den vorhandenen Ressourcen auf.

Wohnüberbauung Steinhof in Burgdorf
Die Wohnüberbauung Steinhof ist ein Umnutzungs- und Neubauprojekt auf dem Areal einer
ehemaligen Brauerei. Das Gebiet ist durch den unmittelbar daran angrenzenden Bahnhof der S-Bahn bestens erschlossen. In drei Etappen wurde Wohnraum erstellt und gleichzeitig wertvolle Bausubstanz erhalten und umgenutzt. Die Qualität der Überbauung lebt einerseits stark vom zentralen Siedlungsplatz "Grosser Steinhof" und dem in der ersten Etappe realisierten Park. Ausserdem wird der denkmalgeschützte Brauereiturm erhalten und neu als Wohnturm genutzt. Das Projekt leistet einen beispielhaften Beitrag zur inneren Siedlungsverdichtung.

Der Kanton Bern will im Rahmen der Wachstumsstrategie qualitätsvolle Wohnbauprojekte an zentralen Lagen fördern, die durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossen sind. Finanzielle Anreize sollen die Gemeinden motivieren, sich in einem Konkurrenzumfeld mit herausragenden Arealen und Vorhaben um das Label ESP Wohnen zu bewerben. Der Wettbewerb ist auf fünf Jahre beschränkt. (2007-2011). Prämierte Gemeinden erhalten ein Preisgeld bis maximal 250'000 Franken. In diesem Jahr fand bereits der dritte Wettbewerbsdurchgang statt, an dem vier Gemeinden mit fünf Projekten teilgenommen haben. Das Preisgeld muss zweckgebunden für die prämierten Projekte verwendet werden.

Dokumentation

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