CinéCivic wurde 2013 ins Leben gerufen und vereint die Kantone Bern, Genf, Waadt, Wallis und neu Zürich rund um ein gemeinsames Ziel: Junge Menschen sollen ermuntert werden, sich für das demokratische Geschehen zu interessieren und ihre staatsbürgerlichen Rechte aktiv wahrzunehmen. Das Prinzip ist einfach: Junge Menschen gestalten eigene Inhalte, um Gleichaltrige für demokratische Prozesse zu sensibilisieren.
Der Föderalismuspreis 2026 ist mit 10 000 Franken dotiert und zeichnet mit CinéCivic ein einzigartiges interkantonales Projekt aus, das auf Kreativität, Mitwirkung und Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen beruht – auch über die Sprachgrenzen hinweg. Diese Anerkennung unterstreicht ausserdem das Potenzial des Projekts, junge Menschen dort zu erreichen, wo sie sich digital miteinander austauschen, und sie zu Akteurinnen und Akteuren im demokratischen Prozess zu machen..
Die Staatskanzlei des Kantons Bern beteiligt sich seit längerem am CinéCivic-Wettbewerb. «Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung», sagt Christoph Auer, Staatsschreiber des Kantons Bern. «Die politische Bildung junger Menschen ist mir wichtig. Der gemeinsame Gewinn dieses Preises mit anderen Kantonen der beiden Amtssprachen verdeutlicht unsere Rolle als zweisprachiger Brückenkanton und als Sitz der Bundesstadt.»
Vollständig digitaler Wettbewerb 2025/2026
CinéCivic hat zum ersten Mal seit seinem Bestehen einen vollständig digitalen Wettbewerb durchgeführt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden aufgefordert, ihre Inhalte zum Thema «Wählen und Abstimmen» auf den sozialen Netzwerken selbst zu erstellen und zu veröffentlichen.
Insgesamt haben 65 junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren 55 Inhalte erstellt. Mithilfe von Videos, Plakaten und anderen kreativen Formaten gelang es, das Thema demokratische Teilhabe mit den für ihre Generation typischen Codes, Referenzen und Ausdrucksformen anzugehen. Auch die Öffentlichkeit wurde aufgefordert, die Inhalte online zu unterstützen. Die Publikumspreise, mit denen ein Plakat und vier Videos ausgezeichnet wurden, wurden auf der Grundlage von 562 abgegebenen Stimmen bzw. «Likes» vergeben.
Die vielfältigen Wettbewerbsbeiträge 2025/2026 erzielten auf den verschiedenen Plattformen über 1,5 Millionen Aufrufe, was das Potenzial des Projekts bestätigt, die Sensibilisierung durch Gleichaltrige zu fördern und einem jungen Publikum gesellschaftlich relevante Botschaften zu vermitteln.
Mit dem interkantonalen Preis 2026 wurde das Projekt «POV tu votes pas» ausgezeichnet, konzipiert von James Gutknecht und Bilal Bertolini (Schule für Gestaltung Bern und Biel).
Der kantonalbernische Preis 2026 ging an das Projekt «Suisse Actu» von Nathanael Normandin und Zoé Thomann.
Alle Beiträge sowie die Wettbewerbsergebnisse können auf dem offiziellen Instagram-Account von CinéCivic eingesehen werden: www.instagram.com/cinecivic.
Anerkennung für ein sich laufend weiterentwickelndes Projekt
Seit der Wettbewerb ins Leben gerufen wurde, hat CinéCivic 1115 französisch- und deutschsprachige Beiträge (davon über ein Drittel in Form von Videos) hervorgebracht, die von über 2300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern realisiert wurden.
Das Projekt verleiht jungen Menschen eine Stimme und stellt sie in den Mittelpunkt. Dadurch trägt es dazu bei, ihr Interesse am demokratischen Geschehen zu stärken und neue Formen des gesellschaftlichen Engagements in aktuellen Formaten zu entwickeln.
Der Auszeichnung mit dem Föderalismuspreis 2026 ist eine wichtige Anerkennung der Arbeit der Partnerkantone, der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, der Jurys, der Bildungseinrichtungen und aller Akteurinnen und Akteure, die seit über einem Jahrzehnt zur Weiterentwicklung von CinéCivic beitragen.