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10. Juni 2026
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Medienmitteilung der Bildungs- und Kulturdirektion
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Der Kanton Bern vergibt fünf Literaturpreise

Der Kanton Bern hat fünf Autorinnen und Autoren mit dem Literaturpreis 2026 ausgezeichnet: Fitzgerald & Rimini, Malwina Ledniowska, Christoph Simon, Franziska Witschi und Veronika Zorn. Die öffentliche Preisverleihung findet am 5. September 2026 im Zentrum Paul Klee in Bern statt. Davor bieten die partizipativen Lesetreffen «lit.dates» Gelegenheit zum Austausch.

Im Lesejahr 2025/26 hat die deutschsprachige Literaturkommission des Kantons Bern rund 90 aktuell veröffentlichte Werke juriert – darunter Romane und Erzählbände, Theaterstücke, Hörspiele sowie Spoken-Word-Texte, Lyrik und Graphic Novels. Auf deren Empfehlung zeichnet der Kanton Bern fünf Literaturschaffende aus. Sie erhalten je einen Literaturpreis in der Höhe von 10 000 Franken für ein herausragendes aktuelles Werk:

  • Fitzgerald & Rimini (Ariane von Graffenried und Musiker Robert Aeberhard) für die Vinylplatte mit literarischen Liedern und Texten «Ennetlands» (Der gesunde Menschenversand)
  • Malwina Ledniowska für den Roman «Keine Sorge alles gut» (Verlag Die Brotsuppe)
  • Christoph Simon für den Kriminalroman «Die geschenkte Leiche» (Atlantis Verlag)
  • Franziska Witschi für den Geschichtenband «Wildwechsel» (Verlag Die Brotsuppe)
  • Veronika Zorn für den Lyrikband «Notizen von der linken Hand» (edition taberna kritika)

Öffentliche Preisverleihung am 5. September 2026

Die festliche Preisverleihung findet am 5. September im Zentrum Paul Klee in Bern statt. Im Vorfeld der Preisverleihung, zwischen dem 24. August und dem 1. September, kann die Öffentlichkeit die fünf Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren Büchern im Rahmen sogenannter «lit.dates» näher kennenlernen. Informationen und Anmeldung zu diesen Lesetreffen finden sich unter www.be.ch/litdates.

Lesungen mit den Preisträgerinnen und Preisträgern

Ab Mitte August 2026 unterstützt der Kanton Bern Lesungen im Kanton Bern mit den Preisträgerinnen und Preisträgern, indem er die Honorare für die ausgezeichneten Literaturschaffenden übernimmt: Diese Beiträge an Lesungen sind eine Promotionsmassnahme für die ausgezeichneten Werke und Personen.

Die ausgezeichneten Autorinnen und Autoren und ihre Werke

Fitzgerald & Rimini: «Ennetlands»

Ariane von Graffenried & Robert Aeberhard

In «Ennetlands» singt ein Gletscher sein Abschiedslied und eine Mutter gleitet durch das All. Atmosphärisch dicht und ungemein präzise im Ausdruck erzählen die insgesamt sieben Klang- und Textwelten des Spoken-Word-Duos Fitzgerald & Rimini von der Sehnsucht nach dem Unbekannten. Das Liederalbum ist ein grosser Wurf.

Malwina Ledniowska: «Keine Sorge alles gut»

In einer einzigen Nachtschicht verdichtet Malwina Ledniowska Schuld, Berufung, Überforderung und Menschlichkeit zu einem intensiven Sog. «Keine Sorge alles gut» überzeugt mit sprachlicher Raffinesse, Wucht und einem schonungslos authentischen Blick einer Pflegefachfrau in einer Psychiatrie.

Christoph Simon: «Die geschenkte Leiche. Ein Gertsch-Krimi, aus der Reihe ein Fall für Paul Gertsch»

In «Die geschenkte Leiche» macht Christoph Simon einen Berner Trödler mit Hang zu obskuren Geschäften zum Ermittler wider Willen, als ihm jemand eine Leiche unterjubelt. Sein Krimi sprengt gängige Genremuster mit sichtlichem Vergnügen, denn er ist gekonnt inszeniert und überzeugt mit seinem ironischen Ton.

Franziska Witschi: «Wildwechsel. Geschichten aus der Stadt»

In 21 Episoden schildert Franziska Witschi überraschende Begegnungen von Mensch und Tier im urbanen Raum. Davon ausgehend denkt sie über unseren Umgang mit der Natur nach und darüber, was es in uns auslöst, wenn wir in der Stadt auf Wildnis stossen. Lyrik und Kurzprosa verschränkend findet sie eine eigene literarische Stimme.

Veronika Zorn: «Notizen von der linken Hand»

Veronika Zorns «Notizen von der linken Hand» ist ein 366-tägiger Perspektivwechsel. Die Autorin übergibt an die linke, die ungewohnte Hand und lässt diese schreiben. Durch den veränderten Blick entstehen Miniaturen und Schriftbilder, leicht verschoben und wunderbar präzise. Alltagslyrik at its best.

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