Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Dezember erklärt sich grösstenteils mit saisonalen Effekten. Wie zu dieser Jahreszeit üblich, verzeichnete das Baugewerbe den stärksten Anstieg (+313 Personen). Hinzu kam, dass in den Branchen «sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen» (+87 Personen) sowie «Handel; Reparatur- und Autogewerbe» (+81 Personen, davon 73 im Handel) die Zahl der Arbeitslosen anstieg.
Das Gastgewerbe verzeichnete dank dem Start der Wintersaison eine Abnahme der Arbeitslosigkeit (-92 Personen) – die jedoch schwächer ausfiel als im langjährigen Durchschnitt.
Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote beträgt 2,2 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Hinweis).
Die Arbeitslosigkeit stieg in sieben der zehn Verwaltungskreise an. In den touristisch geprägten Verwaltungskreisen Obersimmental-Saanen und Interlaken-Oberhasli sowie im Emmental ging sie zurück. Die Spannweite der Arbeitslosenquote in den Verwaltungskreisen geht von 0,9 (Obersimmental-Saanen) bis 4,8 Prozent (Berner Jura und Biel/Bienne).
Verglichen mit dem Dezember 2024 sind 1448 Personen mehr arbeitslos.
Im Dezember wurden 121 Voranmeldungen zur Kurzarbeit genehmigt. Sie betrafen potenziell 2290 Beschäftigte (November 2025: 83 genehmigte Voranmeldungen, potenziell 1910 Beschäftigte).
Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten
Hinweis
In der Regel wird die Arbeitsmarktstatistik des SECO «zum letzten Tag des Berichtsmonats» als Referenzdatum erstellt. Die Einführung einer neuer Informatiklösung hat zur Folge, dass die Arbeitsmarktstatistik des SECO für Dezember 2025 den Status per 22. Dezember 2025 reflektiert. Auf der Grundlage historischer Beobachtungen ist davon auszugehen, dass die Arbeitslosenzahlen und die Arbeitslosenquote für die Schweiz für diesen Monat (mit Referenzdatum 22. Dezember 2025) leicht unter den hypothetischen Werten per 31. Dezember 2025 liegen werden, und zwar mit einer Differenz von ca. 2-3 Prozent. Bei den Stellensuchenden dürfte diese Differenz sich auf 1-2 Prozent belaufen.
Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.