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Hochwasserschutz und Auenrevitalisierung Aare/Gürbemündung Das neue Ufer in Muri nimmt Form an

26. Januar 2013 – Medienmitteilung; Bau- und Verkehrsdirektion

Die Arbeiten für den Hochwasserschutz in Muri bei Bern laufen zurzeit auf Hochtouren. Am Samstag (26.01.2013) konnten sich Interessierte im Rahmen eines Tages der offenen Baustelle aus erster Hand über das Projekt informieren. Auch Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer und weitere Behördenvertreterinnen und -vertreter überzeugten sich vor Ort davon, dass die Arbeiten auf Kurs sind. Bei planmässigem Verlauf wird der Hochwasser-schutz Muri im Sommer 2013 eingeweiht.

Gut 200 Personen fanden sich zum Tag der offenen Baustelle in Muri ein. Fachleute informierten im Rahmen von Führungen über Sinn und Zweck des Hochwasserschutzes in Muri. Dabei wurde klar: Das Vorhaben berücksichtigt neben dem Schutz der Trinkwasserfassungen auch die Ökologie und die Naherholung. So wertet ein neues Seitengerinne und eine Aufweitung des Flussbetts unterhalb der Auguetbrücke das Gebiet ökologisch auf und in der Wehrliau lädt das neu gestaltete Aareufer zum Verweilen und Spazieren ein.

Schutz der Trinkwasserfassungen als Anstoss

Anstoss für das Hochwasserschutzprojekt war die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung von Muri und der umliegenden Gemeinden. Die alten Betonverbauungen in der Wehrliau boten nicht mehr genügend Schutz für die in unmittelbarer Nähe der Aare liegenden Trinkwasserfassungen. Neu wird das Ufer mittels Natursteinblöcken gesichert, gleichzeitig wird der Beton der alten Verbauungen aus dem Wasser entfernt. Die Arbeiten sind bereits weit fortgeschritten, das neue Ufer in der Wehrliau nimmt Form an. Auch beim Fähribeizli wird die Ufersicherung erneuert, weshalb der Fährbetrieb noch bis ca. Ende Februar eingestellt bleibt.

Einweihung im Sommer 2013

An den Führungen nahmen auch Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer und der neue Gemeindepräsident von Muri, Thomas Hanke, teil. Sie konnten sich davon überzeugen, dass die Arbeiten, welche sich über 2,6 Kilometer entlang der Aare erstrecken, auf Kurs sind. Trotz einem für diese Jahreszeit verhältnismässig hohen Aarepegel konnten die Zeitpläne bisher eingehalten werden. Falls in den nächsten Wochen und Monaten keine zu hohen Wasserstände die Pläne durchkreuzen, kann der Hochwasserschutz in Muri wie geplant im Sommer 2013 eingeweiht werden.

Linke Aareseite: Baustart 2014

Der Hochwasserschutz in Muri ist Teil des Gesamtprojekts «Hochwasserschutz und Auenrevitalisierung Aare / Gürbemündung». Auf der gegenüberliegenden, linken Aareseite sind Massnahmen in den Gemeinden Belp und Kehrsatz geplant. Im Selhofen Zopfen schützt ein neuer Damm den Flugplatz Bern-Belp und die Trinkwasserfassung der Gemeinde Köniz vor Hochwasser. Gleichzeitig erhält die Aare mehr Platz und ermöglicht so eine Revitalisierung des Auengebiets von nationaler Bedeutung. Im Bereich Giessenhof sind Massnahmen zur Ufersicherung vorgesehen. Die Bauarbeiten auf der linken Aareseite sollen in den Jahren 2014-17 erfolgen.

Weitere Informationen: www.aarewasser.ch/guerbemuendung

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