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Innovationspark Biel/Bienne Ein Projekt für die Schweizer Industrie

14. März 2014 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Der Kanton Bern unterstützt den Aufbau eines nationalen Innovationsparks mit den Hub-Standorten Zürich und Lausanne. Als Teil des Gesamten hat er seine Kandidatur für einen Netzwerkstandort des Innovationsparks in Biel/Bienne lanciert. Die Stärken der Kandidatur sind die Industrienähe, die ausgeprägt anwendungsorientierte Forschung und die Brückenfunktion der Stadt zwischen der Romandie und der Deutschschweiz. In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Biel/Bienne und in direkter Nachbarschaft zum geplanten Campus Technik der Berner Fachhochschule steht für den Aufbau eines Innovationsparks eine attraktive Parzelle zur Verfügung.

Biel als regionaler Netzwerkstandort des geplanten Swiss Innovation Park: Regierungsrat Andreas Rickenbacher und der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr haben am 14. März 2014 das Vorhaben lanciert und dabei die Eckwerte der gemeinsamen Kandidatur des Kantons Bern und der Stadt Biel/Bienne der Öffentlichkeit präsentiert. Die Kandidatur weist folgende Stärken auf: Nähe zu international erfolgreichen Industrieunternehmen, ein breites Forschungsangebot von Universität und Fachhochschulen, insbesondere im Bereich der angewandten Forschung, die zentrale Lage zwischen den beiden Hauptstandorten Zürich und Lausanne sowie das zweisprachige Umfeld. Die enge Zusammenarbeit von Forschung und produzierenden Betrieben wird entscheidend sein für den Erfolg des gesamten nationalen Innovationsparks. Der Netzwerkstandort in Biel/Bienne leistet hier einen wichtigen Beitrag.

Fokus auf Industrie

Innovationen entstehen dort, wo auf technisch höchstem Niveau gearbeitet und entwickelt wird. Die Stadt Biel/Bienne und die gesamte Region am Jurasüdfuss bieten dafür ein ideales Umfeld mit der schweizweit höchsten Dichte an Hightech-Unternehmen, vor allem in der Maschinen-, Energie- und Präzisionsindustrie sowie in der Medizinaltechnik. Der künftige Netzwerkstandort in Biel/Bienne versteht sich als gemeinsames Entwicklungs- und Innovationszentrum. Den Unternehmen stehen interdisziplinäre Projektteams mit aktuellstem technischem Know-how und exzellent gelegene Flächen mit moderner Infrastruktur zur Verfügung. Angesprochen sind sowohl die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Grossunternehmen als auch kleinere und mittlere Unternehmen aus dem In- und Ausland. Die Dienstleistungen des Innovationsparks sollen von der Idee bis zur Serienreife reichen und sich durch eine hohe Industrienähe und -orientierung auszeichnen.

Mit der Kandidatur in Biel/Bienne fokussiert der Kanton Bern nicht allein auf die Region. Der Innovationspark richtet sich an Unternehmen der produzierenden Industrie in der ganzen Schweiz und damit an rund 27‘000 kleine und mittlere Unternehmen, die in unserem Land mehr als 500‘000 Personen beschäftigen. Dieser Fokus schafft Wertschöpfung, sichert Arbeitsplätze und fördert die Wettbewerbsfähigkeit und die Exportstärke der Schweiz.

Die Trägerschaft der Kandidatur für den Innovationspark Biel/Bienne zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit mit anderen Kantonen, beispielsweise mit Neuchâtel.

Biel bietet ideale Voraussetzungen

Die Stadt Biel/Bienne stellt für den Innovationspark in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs und in direkter Nachbarschaft zum geplanten Campus Technik der Berner Fachhochschule eine Parzelle von 4700 Quadratmeter zu attraktiven Konditionen zur Verfügung. Auf dieser Fläche lässt sich innert drei bis vier Jahren eine Geschossfläche von 14‘000 Quadratmeter realisieren. Längerfristig besitzt die Stadt Biel/Bienne angrenzende Parzellen mit Entwicklungsmöglichkeiten von bis zu 100‘000 Quadratmeter Geschossfläche. Die räumliche Nähe des Innovationsparks zum geplanten Campus Technik, für den der Regierungsrat am Mittwoch, 12. März 2014, den Projektierungskredit zuhanden des Grossen Rats verabschiedet hat, bietet eine ideale Ausgangslage für die Vernetzung von Praxis, Lehre und Forschung.

Das Gebiet, in dem der Innovationspark entstehen soll, befindet sich in unmittelbarer Nähe zum See, wo mit dem Projekt Agglolac dereinst urbanes Wohnen in bester Lage möglich werden soll. Das Areal ist durch Schiene und Strasse gut erschlossen und liegt unweit des Stadtzentrums von Biel – insgesamt ein kreatives und inspirierendes Umfeld für innovative Leistungen.

In unmittelbarer Nähe des künftigen Standorts ist der Innovationspark bereits Realität: Die InnoCampus AG ist seit Anfang 2014 operativ tätig und baut ihr Angebot schrittweise aus. Ab Mitte 2014 werden bereits 25 Personen in Innovationsprojekten zusammenarbeiten.

Der Regierungsrat setzt auf Innovation

Der Regierungsrat hat der Bewerbung des Kantons Bern für den Netzwerkstandort in Biel zugestimmt. Mit der Bewerbung sind noch keine finanziellen Verpflichtungen verbunden. Die finanziellen Leistungen des Kantons Bern zugunsten der Innovationsförderung und des Wissenstransfers für die Jahre 2015 bis 2019 belaufen sich auf 13 Millionen Franken.

Die Förderung von Innovation ist sowohl in den Regierungsrichtlinien 2011 bis 2014 wie auch in der Wirtschaftsstrategie 2025 ein wichtiger Schwerpunkt. Ein Netzwerkstandort Biel/Bienne des nationalen Innovationsparks würde die Attraktivität des Kantons Bern als Forschungs- und Wirtschaftsstandort massgeblich steigern.

Hinweis

Standortentscheide 2015
Das neue Forschungs- und Innovationsförderungsgesetz (FIFG), das per 1. Januar 2014 in Kraft trat, schafft die Grundlage für einen nationalen Innovationspark mit internationaler Ausrichtung. Der Kanton Bern unterstützt den Aufbau des nationalen Innovationsparks mit den beiden Hauptstandorten Zürich und Lausanne. Den Entscheid für die regionalen Standorte, die sogenannten Netzwerkstandorte, wird 2015 das eidgenössische Parlament treffen. Die Kantone haben bis Ende März 2014 Gelegenheit, ihre Kandidaturen bei der Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz (VDK) einzureichen. Diese wird bis im Sommer 2014 dem Bund einen Vorschlag für die Netzwerkstandorte des nationalen Innovationsparks unterbreiten.

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