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Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Dezember 2018 Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit

8. Januar 2019 – Medienmitteilung; Volkswirtschaftsdirektion

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern ist im Dezember 2018 um 983 Personen auf 11‘313 angestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg von 1,8 auf 2,0 Prozent (Schweiz: von 2,5 auf 2,7 Prozent). Die Zunahme ist weitgehend durch die zu dieser Jahreszeit übliche Entwicklung im Baugewerbe begründet. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte stieg die Arbeitslosigkeit leicht an. Im Jahresmittel 2018 waren 10‘764 Personen arbeitslos (2017: 14‘566). Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 1,9 Prozent (2017: 2,6 Prozent).

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Dezember erklärt sich grösstenteils mit saisonalen Effekten. Wie zu dieser Jahreszeit üblich, stieg die Zahl der Arbeitslosen vorwiegend in den Berufen des Baugewerbes. Zudem ist die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Industrie und dem Gewerbe gesunken. Die Berufe des Gastgewerbes verzeichneten dank dem Start der Wintersaison einen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse stieg die Arbeitslosigkeit leicht an. Gemäss Modellberechnungen des beco Berner Wirtschaft betrug die saisonbereinigte Arbeitslosenquote 1,9 Prozent. Anfangs Jahr betrug diese 2,3 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Infokasten).

In den touristisch geprägten Verwaltungskreisen des Oberlands ging die Arbeitslosigkeit zurück, in den übrigen Verwaltungskreisen des Kantons stieg sie an. Die Spannweite der Arbeitslosenquote in den zehn Verwaltungskreisen des Kantons geht von 0,9 (Frutigen-Niedersimmental) bis 2,9 Prozent (Biel/Bienne).

Verglichen mit dem Dezember 2017 sind 2‘513 Personen weniger arbeitslos.

Aus der Industrie trafen 4 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 36 Beschäftigte (November: 8 Gesuche, 102 Beschäftigte).

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

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