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BKW Regierung fordert Überprüfung des Vergütungsmodells

21. Mai 2019 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Der Regierungsrat erachtet die Entwicklung der BKW-Saläre für das oberste Kader als problematisch. Er fordert vom Verwaltungsrat, dass er das Vergütungsmodell des Unternehmens überprüft und anpasst.

Der Regierungsrat anerkennt die erfolgreiche Unternehmensführung durch den Verwaltungsrat und die Konzernleitung der BKW. Der Unternehmensspitze ist es gelungen, die BKW strategisch neu auszurichten und beachtliche Profite zu erzielen, die sich in den letzten Jahren positiv auf den Aktienkurs ausgewirkt haben. Für den Kanton als Mehrheitsaktionär und damit für seine Bevölkerung wurde so ein Mehrwert geschaffen. Auch im Branchenvergleich hat sich die BKW in den letzten Jahren herausragend gut entwickelt.  

Reputationsrisiko

Mit Sorge beobachtet der Regierungsrat hingegen die Entwicklung der Topsaläre. Diese stellt nach Auffassung des Regierungsrats ein Reputationsrisiko für das Unternehmen dar.

Der Regierungsrat respektiert die Zuständigkeit des Verwaltungsrats zum Festlegen und Umsetzen der Lohnpolitik der börsenkotierten BKW. Er hat dem Verwaltungsrat aber seine kritische Haltung in der Salärfrage in einem Schreiben zur Kenntnis gebracht, auch wenn er sich bewusst ist, dass die auffällige Lohnsteigerung im Jahr 2018 wesentlich durch Sondereffekte verursacht wurde.

Der Regierungsrat fordert, dass der Verwaltungsrat das Vergütungsmodell anpasst, um künftig eine Entwicklung in dieser Art zu vermeiden. Dabei ist auch dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die BKW als gemischtwirtschaftliches Unternehmen im Mehrheitsbesitz der öffentlichen Hand ist.

Über die Anträge zuhanden der Generalversammlung vom 24. Mai 2019 wird der Regierungsrat am Mittwoch, 22. Mai 2019 beschliessen.

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