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Forstschutz Programm gegen Borkenkäfer ist auf Kurs

28. Mai 2019 – Medienmitteilung; Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion

Der Kanton Bern will helfen, nadelholzreiche Wälder im Mittelland vor einer Zunahme des Borkenkäferbefalls zu schützen. Mit dem Forstschutzprogramm 2019 unterstützt er die Waldbesitzenden ausserhalb des Käferbekämpfungsgebiets finanziell bei der Bekämpfung des Borkenkäfers. Das Programm ist planmässig angelaufen, wie ein Augenschein in einem Waldstück bei Zauggenried heute Dienstag (28.05.19) zeigte.

Die Wetterextreme des letzten Jahres setzen den Wäldern zu: Im Mittelland, im Berner Jura und in den tieferen Lagen der Voralpen ist der Borkenkäferbefall im Vergleich zu den Vorjahren erhöht. Die Situation ist so gravierend, dass der Kanton zusätzliche Massnahmen beschlossen hat. Er setzt 2019 ausserhalb des Käferbekämpfungsgebiets ein Forstschutzprogramm um. Die Massnahmen sollen dazu beitragen, dass die Waldbesitzerinnen und -besitzer fichtenreiche Bestände nutzen und klimaangepasst verjüngen. Das kantonale Amt für Wald unterstützt und berät die Waldeigentümer. «Wir gelten nicht die Schäden ab, sondern helfen jenen, die den Wald bewirtschaften und so zu dessen Verjüngung beitragen», sagte Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann vor den Medien in Zauggenried.

Waldbesitzende bekämpfen die Käferschäden gemeinschaftlich

Eine erfolgreiche Käferbekämpfung ist nur möglich, wenn die Waldbesitzenden in den betroffenen Waldkomplexen zusammenarbeiten. Waldeigentümerorganisationen wie die bufra Holz GmbH organisieren die Überwachung der fichtenreichen Waldbestände und die Bekämpfung des Borkenkäfers zusammen mit den Waldbesitzenden. Der Kanton unterstützt sie mit einem pauschalen Beitrag pro Hektare. Bei einer zeit- und fachgerechten Bekämpfung wird Ende Jahr ein Bonus pro Hektare ausgerichtet.

Andreas Siegenthaler von der bufra findet das Forstschutzprogramm eine gute Sache, weil es die Waldbesitzerorganisationen stärke. Sorgen macht der bufra der übersättigte Holzmarkt. Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann appellierte an die gesamte Wertschöpfungskette: Wichtig sei auf allen Stufen ein besonderes Engagement für das inländische Holz und damit für den Schutz und die Pflege der Wälder. «Das Programm ist ein Anreiz, damit die Waldeigentümer ihre nadelholzreichen Wälder im Mittelland gut beobachten und den Borkenkäfer bekämpfen», betonte Caroline Heiri, Leiterin der Waldabteilung Mittelland. Erfolgsfaktoren des Programms seien die Zusammenarbeit von Kanton und Trägerschaften, das Engagement der Waldbesitzenden und der Holzmarkt. Nicht beeinflussbar sei die Witterung: Bei trockenem und heissem Wetter entwickeln sich die Borkenkäferpopulationen stärker als bei feuchtem und kühlem Wetter.

Mehr Informationen zum Forstschutzprogramm: www.be.ch/wald

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