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Bildungskommission Geschäftsberichte 2018 der Berner Hochschulen

26. August 2019 – Medienmitteilung; Grosser Rat

Die Bildungskommission des Grossen Rates beantragt dem Grossen Rat, die Geschäftsberichte 2018 der Universität Bern, der Berner Fachhochschule und der Pädagogischen Hochschule Bern zur Kenntnis zu nehmen. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen verfolgt die Bildungskommission die Entwicklung der Hochschulen aufmerksam.

Im Hinblick auf die Herbstsession 2019 hat sich die Bildungskommission (BiK) mit den Geschäftsberichten 2018 der Berner Hochschulen befasst. Sie liess sich dabei von den Verantwortlichen über die aktuellen Entwicklungen informieren. Dabei stellte sie fest, dass die Universität Bern, die Berner Fachhochschule und die Pädagogische Hochschule Bern mit vielen unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert sind.

Bei der Universität Bern steht der Ausbau des Medizinalstandorts und dessen Finanzierung im Vordergrund. Gemäss Geschäftsbericht sollen die Rücklagen aus den letzten Jahren nebst der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie namentlich für den Ausbau des Medizinstudiums sowie für den Aufbau des Vollstudiums Pharmazie und des Zentrums für Präzisionsmedizin eingesetzt werden. Die BiK liess sich darüber informieren, welche der anstehenden Investitionen die Universität selbst tätigen wird und welche Mittel Teil der kantonalen Investitionsplanung sind.

Für die Berner Fachhochschule (BFH) ist besonders die Konkurrenz der anderen Fachhochschulen in letzter Zeit spürbar. Während manche Studiengänge etwa im Bereich Gesundheit oder Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften mehr Studierende anziehen, hat die BFH in verschiedenen Studiengängen auch Marktanteile eingebüsst. Sie hat bei davon besonders betroffenen Studienangeboten Massnahmen zur Attraktivitätssteigerung ergriffen und erwartet mit dem Neubau in Biel/Bienne und dem geplanten Campus in Bern eine deutliche Stärkung ihrer Wettbewerbsposition. Aus Sicht der BiK bleibt es wichtig, dass die BFH ihre heutigen Nachteile bezüglich Infrastruktur und Erreichbarkeit mit besonderen Qualitäten der Studiengänge kompensiert, beispielsweise mit flexiblen Studienmodellen, attraktiven Praktikumsplätzen oder Wahlangeboten.

Die pädagogische Hochschule hat mit der Erarbeitung von neu gestalteten Studiengängen ermöglicht, dass Studentinnen und Studenten einfacher als früher schon während des Studiums als Lehrpersonen arbeiten können, etwa im Rahmen von Praktika oder Teilzeitstellen. Dies hat die BiK begrüsst, hat doch diese Massnahme mit dazu beigetragen, die Auswirkungen des Mangels an Lehrpersonen zu mildern. Die BiK liess sich ferner informieren, welche Massnahmen ergriffen wurden, um die Finanzierung der Hochschule längerfristig zu sichern. Die Pädagogischen Hochschulen haben, anders als die anderen zwei Hochschultypen, keinen Anspruch auf Grundbeiträge des Bundes, sie können zudem weniger Forschungsdrittmittel generieren. Der Anteil des Staatsbeitrags des Kantons an der Finanzierung der PH ist daher höher. Weiter hat sich die BiK mit der ERZ über das Thema Lehrpersonenmangel ausgetauscht und dankt in diesem Zusammenhang allen Beteiligten für Ihren Einsatz, dass auf den Start des neuen Schuljahres alle Stellen besetzt werden konnten.

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