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30 Jahre Umweltverträglichkeitsprüfung Umweltanliegen frühzeitig berücksichtigt

30. Dezember 2019 – Medienmitteilung

Seit dreissig Jahren prüft der Kanton Bern die Auswirkungen grosser Bauprojekte auf die Umwelt. Rund tausend Projekte waren in dieser Zeit Gegenstand einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Die UVP haben massgeblich dazu beigetragen, dass Umweltanliegen heute frühzeitig in Planungsprozesse einfliessen und die Umweltstandards von Bauprojekten höher sind als früher.

Seit Anfang 1989 müssen Anlagen, welche die Umwelt erheblich belasten könnten, auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft werden. In den vergangenen dreissig Jahren hat der Kanton Bern bei rund 1'000 grossen Bauprojekten solche Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) durchgeführt. Im Vordergrund standen anfangs Strassen- und Bahnprojekte, aber auch landwirtschaftliche Stallgebäude, Kiesgruben und Abfallanlagen. In den letzten zehn Jahren hat sich der Fokus auf Energie- und Wasserbauvorhaben verlagert. 

Vom Wasserkraftwerk zum Industriegebäude

Im zu Ende gehenden Jahr hat der Kanton 34 UVP abgeschlossen. Darunter waren Grossprojekte wie die Wasserkraftwerke Trift im Grimselgebiet und Sousbach im Lauterbrunnental sowie das bernisch-neuenburgische Windkraftwerk Quatre Bornes bei St-Imier. Aber auch die Ausbauten des neuen Migros-Logistikzentrums in Schönbühl und der Firma Rolex in Biel sowie sechs Wasserbauprojekte entlang der Aare, der Kiese, der Sense und der Worble hat der Kanton als umweltverträglich beurteilt.

Neue Themen und Anlagen

Nach dreissig Jahren ist die UVP für die meisten privaten und öffentlichen Bauherren eine Selbstverständlichkeit geworden. Das Instrument muss aber weiterentwickelt werden. Neue Umweltthemen wie insbesondere der Klimaschutz müssen stärker einbezogen werden. Auch neuartige Anlagen beispielsweise zur Nutzung der Wärme und Kälte von Gewässern sollen berücksichtigt werden. Aus Sicht Klimaschutz sind solche Anlagen zwar erwünscht, sie bergen aber auch ökologische Risiken.   

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