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Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Dezember 2019 Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit

10. Januar 2020 – Medienmitteilung; Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern ist im Dezember 2019 um 776 Personen auf 11‘081 angestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg von 1,8 auf 1,9 Prozent (Schweiz: von 2,3 auf 2,5 Prozent). Die Zunahme ist weitgehend durch die zu dieser Jahreszeit übliche Entwicklung im Baugewerbe begründet. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte blieb die Arbeitslosigkeit stabil. Im Jahresmittel 2019 waren 10‘205 Personen arbeitslos (2018: 10‘764). Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 1,8 Prozent (2018: 1,9 Prozent).

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Dezember erklärt sich grösstenteils mit saisonalen Effekten. Wie zu dieser Jahreszeit üblich, stieg die Zahl der Arbeitslosen vorwiegend in den Berufen des Baugewerbes. Zudem ist die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Industrie und dem Gewerbe gesunken. Die Berufe des Gastgewerbes verzeichneten dank dem Start der Wintersaison einen Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote betrug 1,8 Prozent. Anfangs Jahr betrug diese ebenfalls 1,8 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Hinweis).

In den touristisch geprägten Verwaltungskreisen des Oberlands ging die Arbeitslosigkeit zurück, in den übrigen Verwaltungskreisen des Kantons stieg sie an. Die Spannweite der Arbeitslosenquote in den zehn Verwaltungskreisen des Kantons geht von 0,9 (Obersimmental-Saanen und Frutigen-Niedersimmental) bis 3,4 Prozent (Biel/Bienne).

Verglichen mit dem Dezember 2018 sind 232 Personen weniger arbeitslos.

Aus der Industrie trafen 36 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 682 Beschäftigte (November: 27 Gesuche, 317 Beschäftigte).

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

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