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Passstrasse über den Col du Pillon Ursache der Strassenschäden sind bekannt

13. Februar 2020 – Medienmitteilung; Bau- und Verkehrsdirektion

Die Ursachen der Risse und Unebenheiten auf der Berner Seite der Passstrasse über den Col du Pillon sind bekannt. Der sehr feinkörnige Untergrund hebt den Strassenkörper bei Frost an, was Risse im Belag zur Folge hat. Zusätzlich begünstigt wird die Rissbildung durch den stellenweise starken Schwefelgehalt im Boden. Ab kommenden Herbst wird die Strasse saniert.

Gut zwei Jahre nachdem auf der Kantonsstrasse zwischen Gsteig und der Kantonsgrenze neue Beläge eingebaut worden waren, zeigten sich im Frühling 2017 erstmals Schäden an der Strassenoberfläche. In den folgenden Wintern nahmen die Risse und Unebenheiten massiv zu. Stellenweise wölbte sich der Belag mehr als 10 Zentimeter auf und die entstehenden Risse wurden mehrere Zentimeter breit. Ende Januar musste die Strasse in den Fängeweideni auf eine Fahrspur reduziert werden, damit die Stelle sicher passiert werden kann. Seither wird der Verkehr hier mit einer Lichtsignalanlage geregelt.

Umfangreiche Untersuchungen

Unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Schäden begann die Suche nach den Ursachen. Umfangreiche Messungen, Probebohrungen in den Untergrund sowie mechanische und chemische Analysen des Bodenmaterials mussten durchgeführt werden. Nun liegen die Ergebnisse vor und die Ursachen der Schäden sind bekannt. Einerseits gefriert der sehr feinkörnige Untergrund im Winter. Die Eisbildung vergrössert das Volumen des Bodenmaterials und hebt den Strassenkörper an. Da die Hebungen sehr unterschiedlich stark sind, bricht der Belag in der kalten Jahreszeit immer wieder auf. Anderseits ist der Untergrund stellenweise stark schwefelhaltig. Der Schwefel und die Nässe im Boden lösen eine chemische Reaktion aus, welche die nötige Verfestigung der Strassenfundation verhindert. Diese Schwächung der Fundation begünstigt die Bildung der Risse und Unebenheiten zusätzlich.

Sanierung ab Herbst

Mittlerweile sind Ingenieure am Ausarbeiten des Projekts für eine definitive Sanierung der schadhaften Streckenabschnitte. Der Kanton strebt an, die Abschnitte mit den schlimmsten Schäden im kommenden Herbst zu sanieren und die übrigen Schadenstellen im nächsten Jahr. Die Lichtsignalanlage wird voraussichtlich noch bis anfangs April in Betrieb bleiben. Sobald es die Verhältnisse zulassen, wird der Belag an dieser Stelle entfernt und provisorisch ersetzt.

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