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Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im April 2020 Deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit infolge der angeordneten Betriebsschliessungen

7. Mai 2020 – Medienmitteilung; Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern ist im April 2020 um 1’860 Personen auf 14‘509 gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,2 auf 2,5 Prozent (Schweiz: von 2,9 auf 3,3 Prozent). Den grössten Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnete das Gastgewerbe aufgrund der angeordneten Betriebsschliessungen. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte stieg die Arbeitslosigkeit stark an.

Die bundesrechtlich angeordneten Betriebsschliessungen und das Veranstaltungsverbot zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie haben zu einer starken Zunahme der Arbeitslosigkeit im Monat April geführt – normalerweise sinkt die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt. Den grössten Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnete wie im Monat März das Gastgewerbe (+515 Personen). Die Coronavirus-Krise führte auch in den übrigen Branchen zu steigenden Arbeitslosenzahlen.

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat stark zu. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg von 2,1 auf 2,6 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Hinweis).

In allen Verwaltungskreisen des Kantons stieg die Arbeitslosigkeit an, am stärksten in den touristisch geprägten Verwaltungskreisen des Oberlands. Die Spannweite der Arbeitslosenquote in den zehn Verwaltungskreisen geht von 1,5 (Frutigen-Niedersimmental) bis 3,9 Prozent (Jura bernois und Biel/Bienne).

Verglichen mit dem April 2019 sind 4’417 Personen mehr arbeitslos.

Aufgrund der ausserordentlichen Lage trafen 2’822 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 36’478 Beschäftigte (März 2020: 16’204 Gesuche, 170’968 Beschäftigte).

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

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