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Situation auf dem bernischen Arbeitsmarkt im Mai 2020 Arbeitslosigkeit steigt weniger stark als in den Vormonaten

9. Juni 2020 – Medienmitteilung; Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion

Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern ist im Mai 2020 um 465 Personen auf 14‘974 gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,5 auf 2,6 Prozent (Schweiz: von 3,3 auf 3,4 Prozent). Die Coronavirus-Krise führte praktisch in allen Branchen zu steigenden Arbeitslosenzahlen. Einzig im Baugewerbe ging die Arbeitslosigkeit zurück. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte nahm die Arbeitslosigkeit im Kanton Bern ebenfalls zu.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit ist weiterhin durch die bundesrechtlich verordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie begründet – normalerweise ist die Arbeitslosigkeit im Monat Mai saisonal bedingt rückläufig. In den meisten Branchen sind die Arbeitslosenzahlen angestiegen, mit Ausnahme des Baugewerbes, in dem saisonal bedingt eine stärker werdende Nachfrage festzustellen war (-127 Personen).

Bereinigt um die saisonalen Einflüsse nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat zu. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg von 2,6 auf 2,8 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Hinweis).

In acht von zehn Verwaltungskreisen des Kantons stieg die Arbeitslosigkeit an, im Verwaltungskreis Thun blieb sie stabil und im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli ging sie zurück. Die Spannweite der Arbeitslosenquote geht von 1,6 (Frutigen-Niedersimmental) bis 4,1 Prozent (Biel/Bienne).

Verglichen mit dem Mai 2019 sind 5’401 Personen mehr arbeitslos.

Aufgrund der ausserordentlichen Lage trafen 522 Gesuche zur Kurzarbeit ein. Sie betrafen 4’803 Beschäftigte (April 2020: 2’822 Gesuche, 36’478 Beschäftigte).

Zusätzliche Informationen finden sich unter www.be.ch/wirtschaftsdaten.

Hinweis

Bei der Saisonbereinigung werden regelmässige jahreszeitliche Einflüsse aus der Monatsstatistik eliminiert, um die konjunkturbedingten Veränderungen der Arbeitslosenzahlen zu untersuchen. Die jahreszeitlichen Schwankungen kommen beispielsweise durch die Witterung (Gast- und Baugewerbe) oder institutionelle Termine (Ausbildungsabschlüsse, Feiertage, Ferien) zu Stande.

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