Zur Übersicht Medienmitteilungen

Unterbringungsplätze für den Asyl- und Flüchtlingsbereich Wiedereröffnung der Unterkunft Bäregg steht bevor

22. Juni 2020 – Medienmitteilung; Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion; und der Gemeinde Langnau i.E.

Die Liegenschaft Bäreggfeld 830A in Bärau (Gemeinde Langnau i.E.) wird ab Mitte Juli 2020 als Kollektivunterkunft für Asylsuchende, vorläufig Aufgenommene und Flüchtlinge genutzt. In der Liegenschaft waren bereits zwischen 2010 und 2019 unbegleitete minderjährige Asylsuchende untergebracht. Die Unterkunft wurde zwischenzeitlich nicht mehr benötigt und wird nun im Auftrag des Amtes für Integration und Soziales (AIS) von der ORS Service AG wieder betrieben. Die Gemeinde Langnau i.E. steht der situationsbedingt kurzfristig angekündigten Wiederinbetriebnahme des kantonseigenen Zentrums offen gegenüber und ist für die zukünftige Zusammenarbeit positiv eingestellt.

Im Gegensatz zu den Vorjahren werden nicht unbegleitete minderjährige Asylsuchende in der Kollektivunterkunft Bäregg wohnen, sondern erwachsene Einzelpersonen und Familien. Ebenso werden grundsätzlich keine abgewiesenen Personen in Bärau platziert. Das neue Asylgesetz des Bundes sieht einen raschen Abschluss der Asylverfahren vor. Dies bedeutet, dass die Integrationsmassnahmen bereits nach kurzer Aufenthaltsdauer in den Kantonen beginnen und die Menschen eine Tagesstruktur haben. Hierzu gehört neben gemeinnützigen Beschäftigungsprogrammen auch das Erlernen der vor Ort gesprochenen Sprache. Zudem sieht die neue Konzeption vor, dass allen Personen mit einem Bleiberecht ein Jobcoach zur Seite steht, um sie bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu begleiten. Dabei wird eine enge Zusammenarbeit mit den Betrieben der gesamten Region angestrebt. Die Bäregg wird also zu einem eigentlichen Integrationszentrum.

Organisation und Abläufe im Flüchtlingswesen wurden optimiert

Am 1. März 2019 trat die Teilrevision des Asylgesetzes in Kraft, womit der Bund die Asylverfahren deutlich beschleunigt. Den Kantonen werden damit mehrheitlich Personen zugewiesen, die in der Schweiz bleiben dürfen und integriert werden sollen. Der Kanton Bern nahm diese Entwicklung zum Anlass, Organisation und Abläufe im Asyl- und Flüchtlingsbereich zu optimieren und zukunftsfähig auszugestalten. Diese Neustrukturierung tritt am 1. Juli 2020 in Kraft.

Das Ziel des Projekts «Neustrukturierung des Asyl- und Flüchtlingsbereichs» (NA-BE) ist die möglichst rasche Integration von vorläufig Aufgenommenen und anerkannten Flüchtlingen durch die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) und der konsequente Wegweisungsvollzug von rechtskräftig Abgewiesenen durch die Sicherheitsdirektion (SID). Das AIS hat in fünf Regionen einen umfassenden Auftrag zur Betreuung und Unterbringung der Personen des Asyl- und Flüchtlingsbereichs an regionale Partner vergeben. Zudem richten diese die Sozialhilfe aus und führen den Integrationsauftrag aus. Für den Perimeter Emmental / Oberaargau ist die ORS Service AG zuständig. Die ORS Service AG hat hinreichend Erfahrung in der Betreuung und Begleitung von Asylsuchenden, vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen. Sie gewährleistet somit einen hohen Sicherheitsstand im und um das Zentrum.

Bevölkerung wird laufend informiert

Um den Informationsaustausch zwischen der Bevölkerung und der Gemeinde sicher zu stellen, wird ein regelmässiger «runder Tisch» stattfinden.

Für dringende Anliegen ist eine Ansprechperson der ORS Service AG unter der Nummer
+41 (0) 79 431 88 74 erreichbar. Die Kantonspolizei Bern unterstützt die und die bei der Gewährleistung der Sicherheit rund um die Anlage.

Zur Übersicht Medienmitteilungen