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Schlussbericht «Zukunft der Hôpital de Moutier SA» Ja zu einem Spital mit Nähe zur Bevölkerung

28. August 2020 – Medienmitteilung; Regierungsrat

Die Berner Kantonsregierung hat vom Bericht der interkantonalen Arbeitsgruppe über die Zukunft des Spitals Moutier Kenntnis genommen. Der Regierungsrat stellt mit Befriedigung fest, dass mit der bevorzugten Option am Standort Moutier nebst der psychiatrischen Versorgung auch ein niederschwelliges Angebot für die somatische Akutversorgung (Medizin, Notfall) aufrechterhalten bleibt. Er wird in diesem Sinne den Verwaltungsrat unterstützen, der für die strategische Ausrichtung des Spitals zuständig ist.

Der Regierungsrat zeigt sich erfreut, dass sich der Verwaltungsrat des Spitals Moutier (HDM SA) für diejenige Option ausspricht, die am Standort Moutier die somatische Akutversorgung beibehält. Dies zusätzlich zum psychiatrischen Behandlungsangebot, das in Zusammenarbeit mit dem Hôpital du Jura vom Standort Bellelay nach Moutier verlegt werden soll. Aus Sicht der Regierung ist dies eine ausgezeichnete Lösung, die dazu beiträgt, dass die Bevölkerung im Berner Jura einen niederschwelligen Zugang zu akutsomatischen und psychiatrischen Spitalleistungen behält. Damit können auch Arbeitsplätze in Moutier gesichert werden.

Der Regierungsrat weist mit Befriedigung auf den Beitrag der privaten Gruppe Swiss Medical Network (SMN) an die Projektentwicklung und Projektfinanzierung hin. Die innovative öffentlich-private Partnerschaft wurde möglich, weil der Regierungsrat beschlossen hatte, einen Teil des Aktienkapitals an die SMN abzutreten.

Mit der Aufrechterhaltung eines somatischen Angebots folgt die Arbeitsgruppe den Empfehlungen der Berner Kantonsregierung vom 26. Juni 2019. Der Regierungsrat wird den Verwaltungsrat bei der Umnutzung des Standorts Moutier und der Schaffung eines interkantonalen Netzwerks für mentale Gesundheit unterstützen.

Der Regierungsrat erinnert daran, dass der Verwaltungsrat im Rahmen der kantonalen Spitalstrategie die Betriebsverantwortung für das Spital trägt. Die Berner Kantonsregierung hat in Bezug auf den im Bericht enthaltenen Businessplan einige Vorbehalte angebracht.

Es wird nun an den betroffenen Spitälern sein, ihren Businessplan zu überprüfen, die hängigen Punkte zu klären und ihre Zusammenarbeit fortzusetzen. Der Regierungsrat dankt allen, die an den umfangreichen Vorarbeiten sowie an der Evaluation der verschiedenen erarbeiteten Optionen mitgewirkt haben.

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